Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
82
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Schrifftcn. Dritter Theil.

mir das geringste anstößige oder gottlose darinne zeigt; sobald erdasjenige verneinet, was unser Spötter bejahet, und dasjenigebejahet, was er verneinet. Doch auch dieses ist nicht einmalnöthig; man nehme alles nach den Worten an; man gehe vondem eigentlichen Verstände derselben, nirgends ab: was ist esnun mehr? Hat nicht ein keliFiolus i»os>ws sollen geschildertwerden? Was hat man dazu für andre Züge wchlcn können?

Um die Ironie überall noch besser einzusehen, darf man sichnur an die Streitigkeiten erinnern, welche besonders um dieMitte des vorigen Jahrhunderts die Lutherische Kirche zerrütte-ten. Eine der vornehmsten war die Syncrctistischc, oder dieje-nige welche die Helmstädtcr Gottcsgelchrtcn, und besonders derältere Lalixrus erregten. Um das Zahr 4662. war sie ebensehr heftig geworden, und sie ist es, gegen die unser Verfasserdie meisten und schärfsten Pfeile losdrückt. Man sehe besondersauf den zwey und vierzigsten und drey und vierzigsten Para-graphum, und überhaupt auf alle zurück, wo er von den ver-schiedncn Sekten, von der Bescheidenheit, die man gegen siebrauchen müsse, und von ihrem Unterscheide, der nichts wenigerals wesentlich sey, redet.

Auch auf die damaligen Unionsbcmühungcn, welche mit je-ner Streitigkeit, eine Art von Vcrwandschaft haben, zielt er.Ich berufe mich deswegen besonders auf den 25ftcn Paragra-phum, wo er von der Verträglichkeit spricht, und auf den 3vstcn,wo er fast lauter Bücher anpreiset, die auf die Wiedervereini-gung der christlichen Religion dringen. Was er aber daselbstvon des Thomas Zbrorvns Religion des Arztes sagt, ist mirbeynahe ein wenig verdächtig. lZuem Nu^o ex puriwts <Z!otio-n!s multls lolitus eommenlZ-u'v, sind seine Worte. Gleichwohlist das Werk eigentlich englisch geschrieben; und die lateinischeUcbersctzung, wenn ich mich recht erinnere, ist erst herausge-kommen, als Grorius schon todt war.

Ferner scheint mir der ganze 21ste Paragraphus, und woer sonst noch der Scholastischen Philosophie gedenkt, auf dieStreitigkeiten zu gehen, welche der Helmstädtsche SuperintendentD. -Hoffmann anspann, der sich durch seinen Haß gegen dieWeltwcishcit ungcmcin lächerlich machte.