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4 (1838)
Entstehung
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Theatralische Bibliothek.

ist von einer Begebenheit in dem bekannten Roman des GilBlas geborgt. Die Fabel ist ungcmcin anmuthig; der Charak-tere sind wenige, aber sie werden alle sehr wirksam vorgestellt.Nur den Charakter des Seffreöi hat man mit Recht als mitsich selbst strcutcnd, als gezwungen und unnatürlich getadelt.

Auf Befehl Sr. Köuigl. Hoheit des Prinzen von Wallisverfertigte Herr Thomson, gemeinschaftlich mit dem Herrn Mal-ler, die Maske Scs Alfred, welche zwcymal in dem GartenSr. Hoheit zu Clisfden aufgeführet ward. Nach dem Tode desHerrn Thomsons ward dieses Stück von dem Herrn Malierganz neu umgearbeitet, und 1761. wieder auf die Bühne gebracht.

Die letzte Tragödie des Herrn Thomsons ist sein Coriola-nus, welcher erst nach seinem Tode aufgeführet ward. Die demVerfasser davon zukommenden Einkünfte wurden seinen Schwe-stern in Schottland gegeben, davon eine mit einem Geistlichendaselbst, und die andre mit einem Manne von geringem Standein Edinburgh vcrhcyrathct ist. Dieses Trauerspiel, welchesunter allen Trauerspielen des Thomsons, ohne Zweifel, dasam wenigsten vollkommne ist, ward zuerst dem Herrn Garrik an-gebothen, der es aber anzunehmen nicht für gut befand. DerPrologus war von dem Herrn George Ä.ytrleton verfertigetworden, und von dem Herrn Guin wurde er gehalten, welcheseinen sehr glücklichen Eindruck auf die Zuhörer machte. HerrW.uin war ein besondrer Freund des Herrn Thomson gewesen,und als er folgende Zeilen, die an und für sich selbst sehr zärt-lich sind, aussprach, stellten sich seiner Einbildungskraft auf ein-mal alle Annehmlichkeiten des mit ihm lange gepflogenen Um-ganges dar, und wahrhafte Thränen flössen über seine Wangen.Ho lov'ä t>!s U'ioncis (l'oiAivo tlii's Aulliing tesr:^I»s! I levl i am no iietor Iioro)

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