Theatralische Bibliothek.
Zuhält des ersten Auszuges. Die übrigen enthalten kürzlichfolgendes.
Lclio erfährt, daß sein Schwigcrvatcr Pantalon mit chstcmeintreffen soll, und besorgt, daß sich Elaricc wegen seiner Eifer-sucht beklagen möge. Er entschließt sich also, ihr mit der Wie-dererlangung ihrer Freyheit zu schmeicheln; sie aber macht ihmwegen seiner ausscrordcntlichcii Harte Norwürffc, und versichert,daß sie, ihrem Elende ein Ende zu machen, fest cnschlosscn seyzu sterben. Lclio, der über diesen Entschluß erschrickt, versprichtihr, sich in Zukunft gütigcr gcgcn sie zu bezeigen, und bittet sie,um ihr Beweise davon zu geben, von ihm alles, was sie nurwünsche, zu verlangen. Claricc läßt sich besänftigen, und schlägtihm cinen Spatziergang in die Thuillcrics vor, dcßglcichen dieOper und die französische und italiänische Komödie zu besuchen.Allcs das scheint dem Lclio allzugcfährlich; sie bittet ihn also,sie wenigstens auf einen Ball gehen zu lassen, der noch aneben demselben Tage in eincm benachbarten Hause gegebenwerde. Weil sie in der Maske da erscheinen muß, nnd siees gern sehen würde, wenn er sie selbst maskiert dahin beglei-tete, so ist er es endlich zufrieden. Der Graf, der Baron undder Ritter finden sich gleichfalls auf diesem Balle ein. Elaricctanzt, und Lclio selbst kann sich nicht zu tanzen weigern. Un-ter dem Tumulte des Balls wird Claricc weggeführt; ihr eifer-süchtiger Ehemann suchct sie vcrgcbcns, ruft sie überall, undhält sie auf immer verloren. Endlich bringt man sie ihm wie-der; er empfängt sie als ein grober Eifersüchtiger, und schließtsie aufs neue ein, um einem solchen Unglücke nicht ferner aus-gesetzt zu seyn. Kurz darauf trift Pantalon ein, und stellt ihmeine vermeintliche Nichte vor. Lclio hat cinc Unterredung mitihr, und findet daß ihre Sitten von den Sitten der französischenDamen so weil entfernt sind, daß er sie vor Vergnügen, sieden italiänischen Sitten so crgcbcn zu wissen, umarmen will;sie aber beweiset ihm die Strenge ihrer Tugend mit einer Ohr-feige, worüber er vollends für Freude ganz ausser sich kömmt.Er steht nicht cinen Augenblick länger an, ihr die Aufsicht übcrLlariccn anzuvertrauen, und verspricht dieser letztem cinc völligeFreyheit, nur mit dem Beding, daß sie sich nie aus den Augen