Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
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Theatralische Bibliothek.

Lucinde meldet, daß sie ihr Vater an einen Fremden verspro-chen, der ein Landsmann desjenigen sey, dem Pantalon dieFlaminia zugesagt. Lclio versichert sie, daß er diese Hcyrathschon zu verhindern wissen werde; sie geht wieder hinein, undihr Liebhaber bcgicbt sich fort. Pantalon und der Doctor tre-ten mit einander auf; der Doctor sagt seinem Freunde, daß erden Augenblick einen Brief erhalten, in welchem man ihm diebaldige Ankunft ihrer künftigen Schwiegersöhne berichte, dahersie alle Augenblicke zu erwarten stünden. Scaramouche, dersie beständig auf dem Korne hat, sagt dem Harlcquin etwasins Ohr und geht mit ihm ab. Den Augenblick darauf kömmtHarlcquin, als ein Bedienter verkleidet, und meldet dem Pan-talon die Ankunft des künftigen Gemahls der Flaminia, undbittet ihn, die Thüre offen zu halten, um seinen Koffer undübrige Equipage einzunehmen; hicmit geht er ab, und der Doc-tor verläßt den Pantalon, um sich zu erkundigen, ob sein künf-tiger Schwiegersohn nicht auch zugleich mit angelangt; Pantalon gehet aber in sein Haus, um das Nöthige zu veranstalten.Das Theater verändert sich und stellt ein Zimmer mit einemBette und einem Schreibtische vor; aus dem Tische stehet einangezündetes Wachslicht, weil es Nacht geworden. Man siehtFlaminien, die sich gegen Coralincn wegen des Schicksales be-klagt, das ihr Vater ihr zugedacht; diese tröstet sie; Pantalon kömmt dazu, und meldet ihr die Ankunft ihres Bräutigams; siefängt ihre Klagen aufs neue an, die aber durch den Nicolo,einen Bedienten aus dem Hause, unterbrochen werden, der ih-nen meldet, daß der Bediente des Herrn, den Flaminia hcyra-then solle, mit dessen Koffer angekommen sey. Flaminia gehtvoller Verdruß ab, und Coralinc folgt ihr. Harlcquin, als einBedienter vcrklcidct, bringt einen sehr schweren Koffer, den ihmNicolo hereintragen hilft. Pantalon befiehlt diesem, es demerstem an nichts fehlen zu lassen, und bcgicbt sich weg. Nicolowill den Harlcquin mit zum Abendessen nehmen; Harlcquinschlägt es aus; Nicolo dringt vergebens in ihn, und stellt ihmvergebens vor, daß er ihn selbst um eine gute Mahlzeit, dieer auf Kosten seines Herrn mit ihm thun könnte, brächte; demHarlcquin ist allzuviel daran gelegen, allein zu bleiben, als