Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
491
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Aus der Berlinischen Zeitung vom I. 1764.

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denn etwa dieses zur Entschuldigung dienen, daß er bloß aus kriechen-der Armuth, und gar nicht aus Begierde etwas kühnes und unerwar-tetes zu sagen, neologifire. Die Beweise hiervon kann man in derZugabe selbst nachsehen. Wir wollen uns nicht länger dabey aufhalten,sondern dem Leser nur noch eine Sinnschrift mittheilen, die der Träumereines gewissen Traumes als das von uns verlangte Recepisse ansehenkann. Man wird sich der vortreflichen vier Zeilen des Herrn vonHallers erinnern:

Kurzsichtiger! dein Gram hat dein Gesicht vergället,Tu siehst die Dinge schwarz, gebrochen und verstellet:Mach deinen Raupenstand und deinen Tropfen Zeit,Den nicht zu deinem Zweck, die nicht zur Ewigkeit.Weil diese Zeilen den poetischen Maulwürfen von jeher ein mächtigerAnstoß gewesen sind, so machen wir uns ein Vergnügen daraus ihneneine Parodie darauf mitzutheilen, die wir von guter Haud bekommen ha-ben. Sie ist an den Verfasser des Wörterbuchs gerichtet, und lautet also:Kurzsichtiger! der Neid hat dein Gesicht vergället,Du siehest Hallern schwarz, gebrochen und verstellet:Mach deinen matten Witz, dein wenig Wissen, Flegel/Dies nicht zur Deutlichkeit, den nicht zur Schreibart Regel.Wenn er, oder diejenigen Herren Gottschedianer, die an dem Wörter-buche Theil haben, das Flegel zu hart finden sollten, so mögen sieüberlegen, daß man des Reimes wegen vielmal etwas sagen muß, wasman ausser dem Reime nicht gesagt hätte. Doch man hat es nichteinmal nöthig, ihnen diese Entschuldigung zu machen, weil sie weitgrössere Grobheiten wider andre Leute, als sie sind, ansgestossen ha-ben. --Das Ragout kostet in den Vosstschen Buchläden hier und

in Potsdam 2 Gr.

(19. Nov.) <?o»i'« ooni^?e/ </e /a />an^,le /»'anxoi/ö ^i//>iius/zc»' ^aie^cice«; a /'it/a^s c^e« />e,^/onne« /iou^ H«t cette /,cr,iAuee/! e/^anAe^e xa,' M>. Mau-Mo». ?V)Me ^emie," ^evone/.5 0?-esc?e 17Z4 cüe» ^. t?» l^aüüe,'. In 8vo. Beyde Theile3 Alph. Da Hr. Mauvillon schon seit vielen Jahren der berühm-teste französische Sprachmeister in Leipzig ist, so kann es ohne Zweifelnicht anders seyn, als daß er nicht durch eigne Erfahrung das Unzu-längliche und Falsche so mancher Sprachlehren sollte eingesehen haben.Er hat sich auch bereits durch seine keniarcjULs lur los Leruianitmes