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Kleinere antiquarische Fragmente.
bürg, lautet sie nicht völlig so: doch sind die Verschiedenheiten cl'cnvon keinem Belang. Vom Israel von Mecheln , vom MartinSchön und von DürerN enthalt sie nichts, als was überall bekanntist. Nur von dem StraSburger Maler, Johann Hiriz, den sie nnSkennen lehrt, finde ich sonst nirgends die allergeringste Erwähnung.
Alte Deutsche Baukunst.
Die Deutschen Maler mochten zu und vor 'Myinpselings Zeitenwohl eben so gut seyn, als sie in irgend einem Lande waren. Obaber auch die Teutschen Baumeister damals das Lob verdienten, dasihnen Wympfeling giebt °, ist eine andere Frage. In ^reliiteeluraLermsoi exeellentiNmi lunr, Quorum irililleia ^enea» Hilvius mi-rari le potuille seribil non eommenäaie. Kunt meo, inauit, ju-ilieic» liieutoniei mir»liile8 klalliemalici, omnescjue genles in ^r-eliiteclura lupeisrit. Iloe Iiomo Ilaliis llv l-ermanis lestatur, neesulla locjuutus ett, t^uoll ul coetera ocilillcia (c^uoe pat"lim in (^er-msnis mgßnilieerilillime exlruela lunt) omitlam, ^igenlinenletemplum <j»I turris in vo oeililieala abuncle clemonstront. — We>innur aber, wie ich fürchte, die Worte des Aeneas Sylvius nichtauch diese Auslegung leiden, daß man die Gebäude der Deutschen eherbewundern als lobeu könne. Und es wäre auch gerade, was sich vonder damals üblichen Gothischen Bauart sehr eigentlich sagen ließ,llngehenre Masse» von Stein, ohne Geschmack, oder wenigstens in ei-nein sehr kleinen Geschmacke aufgethürmt.
Von den ältesten Italiänischen Kupferstechern.Ugi-c' Antonio IZolognete.S. Vasari ?a. III. Vol. I. p. 2W.kelLna pitliiee clvl v. Malvslia I. p. 63.Sein GeschlechlSname war lisimonlii. — Sein Zeichen ist i>il/und, wie Christ sagt p. 3ö2 das leere Reißtäflcin.
Das Lerjeichniß beym KIi>Ivo5ia von seinen Kupfern ist äußerstmangelhaft.
Die Stücke, die er nach Dürern machte, und worüber Dürer soungehalten ward, weil er sein Zeichen darauf gesetzt hatte, war dieaus 36 Stücken bestehende Passion in 4lo, und Holzschnitten, welchemit dem Fall Adams anfängt und mit der Sendung des h. Geistesaufhört, lind diese machte er nicht in Holj, sondern in Kupfer nach.Ob wohl noch Exemplare davon vorhanden?
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