Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
218
Einzelbild herunterladen
 

218

Kleinere antiquarische Fragmcnlc.

grau. Mit Farben zu malen, wollte ihnen nicht gelingen. Doch hatPolidoro in den letzten Jahren einige gute Staffelcygcmäide in Oclgemacht. In jenen seiner großem Gemälde brachte er häufig Alter,lhümcr an, wodurch er allerdings der gelehrteste von allen RömischenMalern zu sehn scheint. Nur, denke ich, muß man mit diesen Alter-thümern in seinen Gemälden nichts beweisen wollen, weil die feurigeEinbildungskraft des Meisters sie so wenig in ihrer ursprünglichenEinfalt ließ, daß sie vielmehr alles verschönerte und übertrieb. Mansehe nur die acht Gottheiten, die Golzius nach ihm gestochen. Po-lidoro verließ Rom nach der Plünderung von 1527, und ward inMcssina, wo er die Triumphbogen zu dem Einzüge Carls des V.,der von Tunis zurückkam, gemalt hatte, von seinem Bedienten, indemer nach Rom zurückkehren wollte, umgebracht. Lasari I?. III. V. I. 262.

kitraire alla maceliia

Sagen die Maler, wenn die Person nicht sitzen und sich malenlassen will, und sie ihr Bild stehlen müssen. So wollte sich Maglia-bcchi durchaus nicht malen lassen, und mußte ihn daher Tandinit>ill»i'0 1'ic»enli»o, tni'mgilo, como li luol iliie, slla maccliiu.N-Zi'iui im Leben des Magliali. Cioiualu «lo' I^ettor. ä'lwl.l'. 32-11.2!).

Apollo als Hirt.Ich erinnere mich, ich weiß nicht von welchem Meister, in Kupfereine Nerbanuung des Apoll, den Gott nemlich als Hirten des Admc-tus, gesehen zu haben. Ter Meister halte dem Gott die gewöhnlicheLcyer oder Cithcr in die Hand gegeben. Aber das ist falsch, undApollo muß in dieser Situation ein Haberrohr haben. Denn TibnlluSläßt ihn liu. III. ei. 4. 67. selber sagen:

üle huonu'am ^clmeli nivecis pavillo juvoooos

Nor> in vanum laliula lieta joeum."I'unc: ego nee cilliai!» ^olersm gaucleie sonora,

IXee Lmilc-s elwrl^!s redclei'v vciee tuuo8:t>e<I peilueenli caulus inollilal)!»r Lveua,llle exo I^ulouov lllius alczue ^ovis.