Kollektanecn zur Literatur.
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Ckarron, picrrc. Seine drei Bücher, «»A^e. sind
»och immer ein gutes Buch zu lesen. — Wie oft habe ich die Zeiledes Pope, aus seinem zweiten Briefe über den Menschen:
1'Iie j» »>><:>' l'uicl^ vs Hlsnliiml is KIsu,auch selbst von Franzosen als einen schöne«/ Povc'n eigenthümlichzugchörenden Gedanken angeführt gefunden! Gleichwohl ist er vonWort zu Wort au» dem Charron genommen, welcher gleich zu An-fange seines ersten Buchs sagt- la visie I'cieiieo et le vr»i eiuile»le l'Iwmwe, ^'ett I'livmme. Warburton hatte diese Entlehnungwohl anmerken sollen, wenn sie ihm bekannt gewesen wäre.
Siulio Clovio . In dem Leben dieses berühmten Miniatur-mahlcrS macht Füeßlin in seinem allgcm. Künstlerlexikon einen Fehler,der auf alle Weise gerügt zu werden verdient. Er sagt nämlich-„Albrecht Dürer hielt deS Clovio Porträte und Historien so hoch,„daß er einige davon in Kupfer brachte." — Ich sage, Füeßlinmacht diesen Fehler, und nicht Vasari , den jener anführt. Die Sacheverhalt sich gerade umgekehrt. Das erste Stück, welches Cloviomahlte, war eine Madonna nach einem Holzschnitte unsers DürerS:I^a i»,'i>i>!> eul'u, schreibt Vasari in dem Leben des Clovill, eiie ilt^lovio cvlviille, sü »u» AIi>i!t>»u.i, lu^uale i'iliull'e, eome iiige-jznol'li e <Ii liellu sjiiiit», <!ul liixc» clcllu vita ili cll'u VerKiue; la«ziialv uiieia lii inlügliula i» iltumpe >Ii le^uo uelle piims caileiI'.V!l><!i>l> »ulo.-i — DaS Werk, welche» Vasari hier meint, ist dasI5iiil»lii<! in <iiv»e ^arllieniee-, klgiiae Iiittoiiain ül> ^/ü«»/o Ottie-o»ioi'ic» pur l'iAUl!>s lli^el'tliln euin veilllius uiuiexi» t'/ie/«/»«/«. undzu Nürnberg i>ei- ^Il>e>>. l)u,ei, 1511, s»l. gedruckt. Es bestehtmit dem Titclblatte, auf welchem Maria mit dem Kinde innerhalbeines zunehmenden Mondes auf einem Kissen si»t, aus zwanzig Blat-tern Holzschnitten, und nicht, wie Knorr sagt, auS ein und zwanzig.Weil das Werk so rar ist, daß cS auch Schober, in dem Leben Albr.DürerS, S- 150, nicht einmal ganz gesehen, so will ich die BlatterMit ihren Vorstellungen, nach den Worten des ChclidoniuS, angeben.
1. I^emtilex ^oaeliiwui», ulpule iukoeeuiieium, iil> ara vomiuilejiellit.
2. ^iigelus ^»aeliim», ruii commoiauli, apliaiel, et s<! ciu-reui» poilam eunjugi »eeuneie monet.
3. L.»ua ^oaelnu» 1'uli uuiea poila amplexaii^o exeijill, cl kla-i!um eoncipil.