Kollcltanccii zur Literatur.
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Mathematik. Ich habe vcrschicdnc Beispiele angemerkt, inwelche lächerliche Fehler witzige Kopfe verfallen, wenn sie ganz imdgar nichts von der Mathematik wissen. Eins davon kommt im GilBlas vor, (I., II. cl>. 4.) wo Gil BlaS bei dem Toktor San-grado ist, lind unter ihm praklisiri. Sangrado schickte ihn zn de»kranken, die er selbst nicht besuchen wollte, unter der Bedingung,ihm drei vertheile abzugeben. Gil Blas thut das auch, und sagt:.1'gvuis lieu cl'elre evulent <Ie inon smrlsge, puiskzu'a^aot «leite!»cle relenir toujiurs le c^uait tie ce cine je reeevois e» ville, etlouelmnt cueoro le czuait <Iu iel1e, e'etoit, 1i l'^i!tl»»6li^ue ektuuv 1'eience eeilaino, lu niuilie du toul, c^ui e» leveooit. ?^ieArithmetik wäre eine sehr uugcwissc Wissenschaft, wenn das wahrwäre. (5S war gar nicht möglich, das; Gil BlaS auf diese Weisedie >>älfte von dem ganzen Verdienste hckcminen kcnule.
Johannes Matthäus. Man hat von ihm ein kleines Buch:</,' /t,i,<>,i /<!, <'„/,<i','/>tt>5; und er lchtc zu Anfange des sechzehntenIabrbundcrtS. Seine Schrift war der bloße Grundriß zu einem grö-ßer» Werke; und ^-liiAi-/?».? ^„//-«in»».'?. I^ii'oonus IXeliieulls, gabes zuerst zu Paris im I. 1520 heraus. Zu Haiiihurg ist es 1013mit dein (vcdichtc des AutouiuS SabcllikuS «le reimn et arliumiuveiiloiiuus i» Oktav wieder aufgelegt worden. Matthäus wara»S dem Gehiele vo» Luua gebürtig. ZZon diesem seinem Geburts -lande sagt Zustinian in der Vorrede: /.«,«» Ileliuriae uilis eil,»lim et »oituü i»>I)!Ii>ute, et le ij>I'i» eeleliialii, uuuo ver» ruinu-ruin t.intuin insgniluciiue e»»!'»ieua, i» «zuilius «iuo>i«Iio eil'ulliu»-lur iiiüiiiilirca eoiiiziliii i»u> moiiuiiieiils, «zuae lacile lesleiilur,czua»>!» ulius sueril. l?«ii'lus uuleiu. izui »slura, »o» etiani gilv»cililus el't, suu in «li^iiitule ii^^uu l>u»e iliem zie: luverut, I^u-»sv tuluin uumine >i> Veneriü, uut i» !>ai,eli Veneiii, ut eznivus.<>!>m »Ineet, comi»ul!>lo. — Matthäus hatte auch ein Werk -/e7>/,t/ic»'iüi<« c/n,k« hinterlassen, welches Giustiuiani gleichfalls her-ausgehe» wollte. Ich weiß aber nicht, daß cS geschehen wäre. ImIöchcr finde ich dafür seine Gedichte angeführt, die Ioh. Auratus1>">7<'> zu Paris soll herausgegeben haben.
?aS Gedächtniß des Matthäus verdient in meiner Litteraturerhalten zu werden, weil ich ihm vcrschicdne Rachrichten von t?rfiii-düngen zu danken habe. Auch ist er älter, als PolydoruS Lcr-giliuS und Sardus, welche über eben diesen Gegenstand geschrie-ben haben. Ticsc haben sich auch nur, so viel ich mich erinnere, auf
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