Kollcktanccn zur Lilcralur.
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t»r war/ daß eö aus zwei kleinen Schiffen bestand/ welche dnrch einePlatform mit einander verbunden waren, so, daß zwischen beiden Schif-fen das Wasser einen freien Durchlauf hatte. Die Vortheile, welchePetto davon versprach, waren: 1) eine weit größere Geschwindigkeit/da cS zwei oder dreimal so viel Segel führen könne/ als ein andresSchif, und dabei keinen Ballast brauche; 2) daß cS nicht so leichtumschlagen, und gar nicht sinken könne; jcneS/ weil das Wasser untendazwischen durchströme; und dieses aus dem nämlichen Mangel desBallastes; u. s. f. Wegen des doppelten Kiels wollte man diesemSchiffe den Namen <?e»i,7!i geben. Ich finde aber nicht, daß manWeiler auf diese Vorschläge geachtet habe.
Schmidt. Der Wertheimische Bibclüberschcr. — Nach seinerAchtScrklärung hat er sich lange Zeit in Altona aufgehalten/ unter demNamen Schröder/ in dem Hause eines Menoniten/ wo er von derUnterstützung verschiedncr Freunde in Hamburg / und von seinen Ar-beiten lebte. Hier übersetzte er des Spinoza Sittenlchre/ mit Wolf'SWiderlegung, die Frauenzimmer-Apotheke, Arbuthnot von Speisen,und Kantcmir'S ottomanische Geschichte. Endlich kam er durchHrn. v. Stüvcn nach Wolfcnbüttcl/ wo er eine kleine Pension vondem Herzoge genoß, und in der Stille seine Übersetzung des alten Te-staments vollendete. Das Manuskript davon besitzt der Herzog; undcS sollen, die gedruckten Bücher MosiS darin sehr verbessert/ und dieAnmerkungen um Vieles verkürzt seyn. Er starb um 1749. Auch dieHofmannischc Uebersetzung vom Antonin hat er ganz umgearbei-tet, so, daß sie nach der letzten Ausgabe mehr seine, als Hofmann'sArbeit zu nennen ist.
Schönheit. Der körperlichen Schönheit, besonders der Gc-sichtSzügc, kann von den Wchmüttcrn und Ammen nachgeholfen wer-den. Dieß bemerkt schon H ippokratcS, de ^erilius ele. Lect. 35,wo er sagt, daß die Scythen die langen Gesichter geliebt, und sie ih-ren Kindern durch den Druck zu geben gesucht haben. Wenn dießalso ein wahres Kennzeichen der Scythen ist, so wäre die Frage, obder Mahler cS wohl beibehalten dürfe, und wie weit, ohne seine Kom-position häßlich zu machen?
Auch LemniuS clv ocieultis iXaliii'ac: »lirac-ulis ole. I^'h. IV.v. 18, redet von Müttern, die der Schönheit ihrer ncugeborncn Kin-der auf alle Weise nachzuhelfen suchen; und darunter auch, daß sieex glauois l'vu cuelüs vculis ui^ros vslicuunt, coj>ic>1'u laelis ul'u,