Kollcktanccn zur Literatur.
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litik/ Kap 17/ wo er von der Gewalt der ersten Eindrücke redet. Aufdiese, sagt er, sah ohne Zweifel TheodoruS, wenn-er nicht zulassenwollte, daß ein andrer Schauspieler, wenn es auch einer von den al-lergeringsten gewesen wäre, vor ihm auf die Bühne treten durfte, ^?<«,!?kl05),ii»>lli' -r»», Ak«ii>)»' »«zurollt axo«,?, weil die Zuschauer, wassie zuerst hörten, auch sich zuerst geläufig machten, so, daß sie daSNachfolgende, wenn cS auch besser wäre, bloß dadurch, daß cS anderssey, befremde. — Ohne Zweifel war TheodoruS ein Protagonist, daSist, einer, der die ersten Rollen spielte; und, wenn die erste Rolle dasStück nicht anfieng, so machte er ohne Zweifel unter der MaSke auchdie Nebenrolle, die cS anficng, um den Zuschauer sofort an seine Srimmeund an seine Deklamation zu gewöhnen.
In dem Verzeichnisse der berühmten Männer dieses Namens, dieDiogenes LaertiuS (I.. II. §. 103.104 ) anführt, finden sich zwei,wovon einer dieser TheodoruS ohne Zweifel gewesen ist; der vierte
Nämlich, o-u rc> Hiui cii^cxov ziktzk'«,, ,Zi,,?X,lo,' irwzixaXo,-, cuju5 ltirlur
liliellus <Io vo^iz exervilalittnc: j>ci'i>ulc!ie>'; oder der zwanzigste,50^15? i^a^öla,', JcncS Werk würde sich zu seinem Eigensinne, auchden Vortheil des ersten Eindrucks bei der Deklamation mitzunehmen,sehr wohl schicken. Doch kann er eben so wohl der letzte gewesen seyn;wenn nicht etwa beide eine und eben dieselbe Person seyn sollten. Dennwenigstens nennt Aclian (IM. v-»-. I.. XIV. c. 40.) den Theodo-ruS, welchen Alexander PhcräuS die Acropc so rührend spielensah, daß er sich der Thränen nicht enthalten konnte, und daher auSdem Theater zu gehen für gut befand, gleichfalls ^c-z'^öi«? ^o^v.Und da Alexander PhcräuS ein Zcitverwandtcr des Aristoteleswar, so ist cS höchst wahrscheinlich, daß dieser Theodor eben der ist,dessen Aristoteles gedenkt- — Menage, in seinen Anmerkungen zumDiogenes LaertiuS, führt ans dem HcsychiuS eine Stelle an,in welcher eines komischen Schauspielers oder komischen Dichters ge-dacht wird, der den Zunamen n-?.^c>/Z«^, geführt habe. (WaS daSheissen soll, verstehe ich nicht, und müßte die Stelle in der neuen Aus-gabe des HesychiuS nachsehen.) — Seines Grabmals gedenkt Pan-sän ias, (I.. I. e. 37.) und sagt dabei, daß er für den besten tragi-schen Schauspieler seiner Zeit sey gehalten worden. — Don seiner Fraus, Plutarch , (I.. IX. L^mpol. yuaett. 1.) Auch gedenkt derselbe sei-ner in dem Buche vom Etgenlobc, daß er zu dem komischen Schau-spieler SatyruS gesagt habe, es sey nicht zn bewundern, wenn mandie Zuschauer zum Lachen, wohl aber wenn man sie zu Thränen undzum Weinen bewege.