622
Beytrage zu einem Teutschen Glossarium.
Eichen, messen. „Eine Eiche ist ein gewiß Maas flüssiger Dinge,
„gleich einem Eymer." Gurintz.Eilende Fälle, wo eine schleunige Hülfe erfordert wird. S.HaltauS
Glossar.Einleiben für einverleiben.Einrweders, eins von beyden. Pant. S-2.Ellendthaft, virtu«, i-oliur. Held. S. 84.Entliden, cntgliedern, schwächen. Kommt oft vor.Einschlag, das Französische voeksi-ge, Quitung. Haltaus Glossar.Entschönen, 6esoi-mare. Haltaus Glossar.»Eräugen, sich, sichtbar werden. Morh. Ged. S. 16.Erbarmde, Erbarmung. McycrS T- in der Zuschrift.Ergöizlichkeit, für Geschenk. Zinkgräf Ap. 1, t86.Erlassen sich, eines Dinges, sich dessen begeben. Zinkgräf Ap-t,64.Ernsten, ein gutes altes Zeitwort, ernsthaft seyn.Erschellcn, ein Horn, in ein Horn blasen. Hcldenb.Erschnarchen sich etwas, sich etwas durch Drohungen erpressen.
Ovitz. Arg. tos.
Erste, der, statt zuerst. Er brach das Bündnis der erste. Zink-gräf Apopht. 1, S. 87. Er rennte der erste. Ebend. 1l8.Etwan, ehedem, vorzeiten. Brand, öfters.
F.
Fahrende Schüler, „als man sie nennt erfahrene Schüler" P>B-46. B. 76. 89. wo diese farne Schüler immer als Magikervorkommen.
Fahrt, wofür wir itzt Mahl brauchen. Ein fahrt oder zwier. Luther.Fahrum, ein schwärmender Bienenschwarm.
Falscher Liebe pflegen. „Landgraf Friedrich ließ sich nicht begnü-gen an seinem Gemahl, sondern pflegte falscher Liebe mit einer„Kunigunde :c." Meißn. Chron. von Krauß. S- 80.
Farm, fehlt bey Frisch. Das Vocsliul. leut. erklärt cS durchc^wbs, vomen naviz, amjila et Iisuil s>^olun6g.
Faseln, gedeihen. Scb. Fr. „Pfaffengut faselt nicht."
Fedcrklauber, Schmarotzer. Seb. Fr.
Feickisch, klcinmüthig. Voc-ili. teut.
Feigen. „Er zeigt ihr die Feigen, »ach Gewohnheit der Walhcn,„da sie den Taumen durch zwcn Finger flössen, das heißt ein Feig."P. B. 83.
Feldern, Erlen.