Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
677
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Altdeutscher Witz und Verstand,

677

Wer Böses thut, daß Gutes draus komm,Ist er kein Schalk, ss ist er nicht fromm,

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Mit Vielem hält man HauS,Mit Wenigem kommt man aus.

»

Wer will haben ein sauber HauS,Der laß Soldaten und Pfaffen drauS,«

Hoffen und HarrenMacht große Narren.

Wer hat, der behalt,

Die Lieb ist kalt,

Und Unglück kommt bald.

Wer Jungfrau'» schänd't,Nimmt kein gut End.

Klein und keck

Stößt den Großen in Dreck.

Almosen geben, armt nicht,Kirchengehcn säumt nicht,Wagen schmieren hindert nicht,Unrecht gut faselt nicht.

»

Acht nicht sehr der Sterne Schein,Wenn dir die Sonn will gnadig seyn.Wer aber ohne Sonn muß seyn,Der nehm in Acht der Sterne Schein.

Mich dünkt, ich halt, ick) meyn, ich Wahn, ich dacht,Hat manchen guten Gesellen ins Verderben bracht.

Wer viel Handwerke kann,Wird zuletzt ein Bettelmann.

Wär ein HauS so groß als der Rhein ,

So gehört doch nur Ein Herr und Eine Frau drein.