730 Zur Gelehrten-Geschichte und Literatur.
war. S. die Zucigniuigsschrift an dc» Parlamcnlsrath Bouillon inParis . — Wenn indessen Laurcnlius den Traktat des Hcriiiogcncs -rk^-.
/i.kA'oSo^, öklvor^ro«; pr »ütermik5um Iiilelsnu» nenncl, so scheint ihm
unbekannt gewesen zu scvn, daß auch dieser von Johanne Cocino ausden Stürmischen Vorlesungen herausgegeben worden.
Jaques Lcnfant.Er hat nicht allein zu seiner Hikloire eiu donoile cle Lonslanceund 611 Ooneile «ie Laslo unsre Bibliothek sehr genutzt: sondern auchbesonders bey seinen poM-mis, die er 1720 zwischen beyden histori-schen Werken herausgab, den Band geschriebene Briefe von Pog-gius, der unter unsern Manuscripten sich findet, besonders in Ausar-beitung des Lebens dieses Gelehrten, welches den ersten Theil der?oMi>noruro, ausmacht. Er wollte, was von diesen Bliesen nochnicht gedruckt ist, in der Grundsprache den ^oxgi-mis beyfügen; esist aber nicht geschehen. Denn man findet nur vier Lateinische Stückebeygefügt, wovon nur allein das dritte, dineii LpiUvIa sä poggiuni,auS unserm Manuscripte genommen ist. TaS erste und zweyte hatteschon Rrause aus einer Handschrift der Pauliner Bibliothek zu Leip-zig drucken lassen, wie I^eotant, sagt, in seiner bililiolliocine litteraireAIIemso6e. (Welches Werk von Krausen ist das?) Und das vierteStück, ^oclre«: Julian! pro Nanuele lütir^tolora Oratio suuebri8,ist gleichfalls aus einem Msple der Pauliner Bibliothek genommen,wovon Börner dem I^enkant eine Abschrift zukommen lassen. Also,was I^eokant in dem Leben des poggius sonst noch auö unsern Ma-nuscripten anführt, ist wirklich noch nngedruckt.
War ein Schwabe von Geburt, und studierte zu StraSburg un-ter Sebastian Brand, worauf er nach Italien ging, und unter an-dern auch den philippus Beroaldus hörte. Als er wieder zurückkam, hielt er sich Anfangs zu Freyburg auf, wo er das Narrenschiffseines Lehrers ins Lateinische übersetzte.
S. die ZueignungSschrift dieser llebersetznng an Brand.
Er nennte sich auch oft mit Weglassung seines GeschlechtSnarnenS,^soolias püilomulns, unter welchem Namen er beym Baillet/ alsein pleuö'onz'irms vorkommt. Nach dem Lipenius Libliotli. ?u. I.p. 437. findet sich unter diesem Namen eine IVIsrgarita ?IiiI»l'oiiüjc:!i,Rlle^olovsecu'am exuiliens. ^igent. 1608. 4., die von Iöchernnicht mit angeführt ist.