Zur Gelehrten-Geschichte und Literatur.
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Unter dem Namen Celadon hat sich sonst Georg Greiflingcr,ein Hamburgischer Notarius, der gleichfalls um die Mitte des vori-gen Jahrhunderts lebte, versteckt, und verschiedne poetische Samm-lungen ausgehen lassen, wie ich bey dem Placcius finde. Aber dasich dieser mein Celadon von der Donau schreibt, so kann es derHamburgische Ereifliiiger wohl nicht seyn.
Lope de Nega's Kunst, neue Komödien zu machen.
Dieses Werkchen, woraus ich in der Dramaturgie eine Stelleübersetzt habe, hat der Abt Archimbaud, Französisch übersetzt, seinen?iecvs koxilives ?art. II. 248. mit eingerückt.
?ots äe I^onve.
Duchat C) glaubte, der 47sie Brief unter den Loiklolis olileii-rornro virorum datirt 1637, müsse von einem Franzosen seyn, weilsich verschiedne Gallicismen darin befanden, worunter auch der, daßmciuialis eeepilu8 ln der Bedeutung der kleinen runden Küchelchenvorkomme, welche auf Französisch pets clo IXonoo hießen, und welchekeine andre Sprache ahnlich benenne. — Doch wenn e§ mit denübrigen Gallicismis nicht besser aussieht, als mit diesem Exempel,so ist der Antheil welchen Duchat daraus einem Franzosen an unsernRpilt. olif. vir. erzwingen will, sehr schlecht gegründet. Denn auchdie Deutsche Sprache nennet eine Art von Gebäcke Nonnenfürzel,ncmlich die kleinen Kügelchen von Pfesserkuchentcige, die man mitdem bescheidner» Namen Pfcffcrnüßchcn nennt. Wenigstens ist inSachsen und in der Lausitz der Name Nonnenfürzcl im Munde al-ler Kinder.
Nachtrag zu Zoh. Arnold Valleiistädts Vita ^Itkameri.
Ballenstädt hat, als Rcctor der Schule zu Wolfcubültcl, ausNachrichten in unsrer Bibliothek herausgegeben ^nllroav Hltüa-mori Vita. VVolsenv. 1740. in 4. Und diesem Leben ist, ausHandschriften ebenderselben, von ihm beygefüget worden:
1. ^Itliamei-i lMor!-» klonallerii I5t->I, ilem IZiza Lvitlolarumet cle Lueviae Iliiulilius Lvislola.
Etat oder Echal ist ein Benedictinerkloster in dem Bisthu»,Frcysingcn.
2. ^o. Ilornliurg lle Ulu <?un6olsic>gae.Gundelfingen/ verstehe das i» Schwabe», nicht das in dem
Herzogthume Ncuburg.
(°) vuciUi-mu, l-sN. l. ». »^i.