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LtssmgS Briefe. ^1763.
ist dieses ein großer Vortheil für ihn/ daß er die ersten zwey Theileschon künftige Ostern liefert/ und beynahe seine Ausgabe endiget,wann die andere erst zum Vorscheine kommt. Zweytens wird er dieKäufer durch einen' Preis verfuhren, welcher kaum die Helft- desPreises ist, den Herr Dvck festgesetzt hat. Drittens wird er ihm Pri-vilcgia Privilegien, und Freyheiten Freyheiten entgegensehen können.
Ich sehe es im voraus was dieses alles vor Wirkungen habenwird; und ich werde untröstlich sevn, wann eine wohlfeile schlechtereÜbersetzung den Abgang einer theureren und beßern hindern wird. Ja,wenn wir hurtig und geschwind noch vorher alle Käuffcr klug machenkönnten. Ich würde sogleich meine Arbeit ins Feuer werffen, um michder Gefahr einer Parallele nicht auszusehen, wann die Unkosten, dieman schon auf den Druck verwendet hat, mich nicht nöthigten aus zuhalten. Doch die Unkosten sind es nicht allein, der Verleger hat mitdieser Uebcrseyung ein Project verbunden, welches ziemlich weitaussc-hend ist, und wovo» er öffentlich nähere Nachricht geben wird. Einigehiesige und auswärtige Gelehrte nehmlich <ich bin nicht darunter, mußich Ihnen sagen) haben ihn dahin gebracht, etwas zu unternehmen,wozu er sich ganz gewiß auch die Hülfe Ewr. Hochwohlehrwürde» aus-bittcn wird.
Sollte er sich wohl also einen so gräßlichen Strich durch seineRechnung machen laßen? Mein Zureden wird wenig hclffcn. Alleindas ihrige gegen den Hrn. Dyck vielleicht desto mehr. Vielleicht kom-men durch Dero Vermittlung diese beyden Mcrkure zusammen, aufeine Art, welche weder Ewr. Hochwohlehrwürde» noch einem von bey-den nachtheilig ist. Von mir will ich nicht reden; ich kan nicht vieldabcv verlieren, als die gefährliche Gelegenheit mich gedruckt zu sehen.
Glauben Sie daß mein Brief eine Antwort verdienet, so werdeich sie mit Vergnügen erwarten. Ich bin mit der größestcn Hoch-achtung
Ewr. Hochwohlehrwürde» ic.Berlin gehorsamster Diener
den 23 Januar l». Gotthold Ephraim Lcßing.
175Z.
Hochzuehrender Herr Vater,
Es ist mir eine unbeschreibliche Freude, daß Sie mich einer Ant-wort gewürdiget haben. Wann Sie es erlauben, so will ich durchmein künftiges fleißiges Schreiben beweisen, daß ich nicht deßwegen so