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ich nicht haben) — une>«träglich wird; eine Aussicht in das cwigc, liebeEinerley — das alles sind Dinge, die einen so nachthciligc» Einflußauf meine Seele, und von der auf meinen Körper haben, daß ich nichtweiß, ob ich krank oder gesund bin. Wer mich sieht, der macht mirein Kompliment wegen meines gesunden Aussehens: und ich möchtedieses Kompliment lieber immer mit einer Ohrfeige beantworten. DennwaS hilft eZ, daß ich noch so gesund ausseht/ wenn ich mich zu allenVerrichtungen eines gesunden Menschen unfähig fühle? Kaum, daßich noch die Feder führen kann; wie Sie wohl selbst ans dem unle-serlichen Briefe sehen werden, den ich mehr wie fünfmal abbrechenmüssen. Mein Trost ist, daß dieser Zustand unmöglich anhalte» kann,und daß er sich hoffenllich bcv dem Brunnen verlieren wird, den ichin einigen Tagen zn trinken anfangen will.
Aber was klage ich Ihnen da vor? Sie müssen mich wirklichlieber für hypochondrisch halten, als alles so genau nach den Wortennehmen. Wenigstens bin ich noch darüber sehr empffndlich und erfreuet,daß Sie, meine Liebe, sich wohl befinden, und dic beste Hoffnung ha-ben, in Ihren Angelegenheiten glücklich zu seyn. Denn allerdingssollte ich meinen, daß der Vorschlag, den man Ihnen gethan, sehrannehmlich wäre, wenigstens waS die zwey ersten Punkte anbelangt.Bey dem dritten, den Sie mir verschweigen, kann ich nur auf zweyer-ley denken: und ob mich schon das Eine nicht so gleichgültig lassensollte, so will ich Ihnen doch gestehen, daß ich eben so ruhig dabeybin, als wenn cS das Andre wäre. Denn ich bin gewiß versichert,daß Sie zu dem Einen so wenig fähig sind, als zu dem Andern.Doch allem Ansehen nach, wird man auf diesen dritten Punkt auchnicht bestehen, wenn es mit den zwey ersten nur einigermaßen einErnst ist. -
Daß Sie die Bekanntschaft von Madam Huberinn gemacht, istmir sehr angenehm. Ich weiß nicht, ob ich Ihnen schon einmal er-zählet, daß ich sie als Mademoisell Lorcnzinn gekannt, ich weiß auchnicht, ob sie selbst sich dessen noch erinnert. Wenigstens sind eS nahean fünf und zwanzig Jahr, daß ich sie zulcht gesehen, und in einersolchen Zeit kann man, glaube ich, noch vertrautere Bekanntschaftenvergessen, als dic unsrige gewesen. Sie kann gar wohl noch eine ganzgute Frau seyn; aber sie muß anch dabey eine sehr eifersüchtige Actriceseyn, die keine neben sich aufkommen lassen will. Wenn ihre Ver-dienste ihr dazu einiges Recht geben, so mag es noch hingehen- aberman sagt, daß auch diese nicht so besonders scvn sollen. Ich denkeauch noch immer, daß cS bloße Kabale ist, wenn dic Hänsclinn nicht