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Streitige-
Ausgemachte Punkte.
erregt in uns Furcht, was,wenn wir es an andern se-hen, Mitleiden erwecket, undalles dasjenige erwecke Mit-leiden :c. Wo <xo/Zc>? in dieserzweyten Stelle nicht eine jedeUnlust bedeutet, die wir überunser eignes Unglück empfinden,und also das Wort ist, das ichim Deutschen suche; so begreifeich gar nicht, warum er Mitlei-den und Furcht einander entge-gen gesetzt habe. Empfindenwir keine Unlust, wenn unsermFreunde ein Uebel bevorsteht?Ist diese Unlust nicht Furcht?Wir fürchten also nicht blos füruns, sondern auch für diejenigen,die unser Mitleiden verdienen.Ja, wir zürnen, erschrecken, ver-zweifeln, hoffen für eine Person, a) Diese sM torrmes, die derwenn uns der Dichter für sie Dichter in uns erregt, entsteheneinzunehmen weiß. keinesweges aus der Beziehung
--poctus inanilor anxil, auf UNS selbst, weil wir bcfürch-
lri'lwl, mulcet, Ialii8 lerro- ten, einst in gleiche Umstände
<-) Sie sehen also, daß die unbc- sondern eS sind Schrecken, diestimmten Ausdrücke des Aristote - uns überfallen, wenn die bcmit-leS an diesem Mißverständnisse leidet- Person plötzlich in Gc-Schuld gewesen. Kein Wunder, fahr kommt. ES sind besonderedaß Dacier, Boileau und Cur- Modifikationen des MitleidenS,tiuS bald vr-ünto, bald tvrreur denen man keinen besondern Na-gesctzt haben > denn beyde Affekten men gegeben,können so wohl unser eignesUnglück als das Unglück einesAndern zum Grunde haben, undalso nicht weniger Modifikatio-nen des Mitleidens, als der
rilius im^Ivt
zu gerathen, wie Sie in IhrenBriefen deutlich genug bewiesen,
Dt rrmAUS.