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Briefe an Lessmg. 1771.
wenn Sie mich versicherten: daß Sie so vergnügt und so glücklichwären, als Sie es verdiene»/ und als es diejenige wünschet, diestetS ist
Dero
ergebenste FreundinnE. C- König.
Von Nürnberg aus wird an den Rosenwirth in Braunschwcigein Verschlag kommen, den er bis zu meiner Ankunft in Verwahrunghalten soll. Wenn Sie ihn sprechen, so haben Sie die Güte und sagenihm, daß er Sorge trägt, daß nichts auf den Verschlag gesctzet wird.
Beygebendes Stück von einem Briefe enthält eine Notiz, die sichauf Ihren Bcrcngar bezieht. Da ich nicht weiß, ob Sie bereits schonbessere Nachrichten haben, so übersende ich sie zur Einsicht, und beharremit der vollkommensten Hochachtung zc.
Heyne.
„Das neulich in den dortigen Anzeigen erwähnte vom Oudinangeführte Manuscript in Oxford ist nicht das Wolfenbüttclsche, son-dern Lanft-anc's Antwort ans Berengar's erstes Werk: I)e 8i>ci-a-mc-nlo ^Iwris. DaS erste Blatt fehlt; deswegen ist von diesem Ma-nuscript im kr-ixc-n Ncilo ^»Ilex« in dem Catalogo der Titel nichtangezeigt: daher Oudins Irrthum. Von eben diesem Werke, nehmlichvon Lanfranc's Antwort auf den Berengar von K> zu Z., sind zweyMspte in der Bodleyischen Bibliothek. Das zweyte Mspt., dessen Ou-din erwähnt, nehmlich daS Dubliner, hält der Korrespondent deSBischofs (von Oxford) für Berengar's erstes Werk, nehmlichlls 8aoi-!>mo»lo ^Itarls; aber nicht für eine Antwort auf Lan-franc's Schrift. Mit den besten und erkenntlichsten Wünschen bin ich -c.
Liebster Freund!
Ich schicke Ihnen meine philosophischen Schriften, aber ohne einenBrief dazu zu schreiben. Ich befinde mich seit einiger Zeit so übel,daß mir das Lesen und Schreiben völlig untersagt worden. Noch die-sen ganzen Sommer soll ich so muscnloS hinbringen, und wie jener