Druckschrift 
6 (1839)
Entstehung
Seite
38
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Briefe, die neueste Litteratur betreffend.

Endlich kömmt er auf seine eigene Verwundung; und dieseStelle ist eine von den allervorzüglichste». Hier ist sie:Aus einem Strome schwarzen MördcrblntS

Trat ich mit scheuem Fuß auf einen Berg

Von Leichen, sahe weit um mich herum

Nun keinen zu erschlagen mehr, stand hoch

Mit hohem Hals, warf einen scharfen Blick

Durch wolkenglcichcii schwarzen Dampf der Schlacht

Nach dem Gesalbten, heftete auf ihn,

Und den Gesandten GotteS , seinen Schutz,

Die Augen und Gedanken fest. Und da, ,

Da war es, Muse, (denn du wärest nicht

Wo nur erschlagen, nicht besieget ward)

Als mich ein Mörder traf, als fast zugleich

Der edle D°"°, der junge Held

lind Patriot, hinsank, den schönen Tod

Fürs Vaterland, nicht unwillkommen starb!

Ich aber ihn zu sterben noch nicht reif,

Mit dieser Wunde weggetragen ward.Hiermit schliesset der Dichter:

Sing eS, o Muse, singe Gottes Zorn

Und Friedrichs Muth. Indessen heilet sie

Geschwinder. Dein Gesang besänftige

Den Höllcnschmerz, er mache, daß dein Arm,

Der hier gebunden müßig liegen muß,

Bald wieder frey sey, für das Vaterland

Zu streiten!Soll aber er nicht wieder streiten, soll

Ich nicht den FricdcuScngel kommen sehn,

Nicht im Triumph den unbesiegten Held

Begleiten nach Berlin , nicht der Homer

DeS göttlichen Achilles werden; dann

Dann, liebe Muse, weine nur um mich

Ein kleines Lied; dann lebe wohl, o Welt,

In welcher wider einen Fricderich

Der Erden Könige verschworen sind.

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