Druckschrift 
6 (1839)
Entstehung
Seite
37
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I. Theil. Ziiiifichiitcr Brief.

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Beym Anblick liiisercr von TodcSschaur?

Welch eine tiefe Stille ward? Was war

Das leisere Gcmurmcl unter euch?

Ja, ja, der Schrecken Gottes überfiel

Dich, Heer!

Als du den grossen Rächer kommen sahst,

Die Blutfahn in der Hand, die er noch nie

Dem cdlcrn KricgcSfcind entgegen trug.

Da standest du betäubt, erstarret, stumm,

Die Augen weggewandt von dem, der kam :c.Bangigkeit und Furcht und Angst

Fiel, plötzlicher als Zentnerschwere Last,

In aller deiner grossen Helden Brust,

Und grösser stets je mehr er näher kam.

Zusammen steckend ihre Köpfe, stand

Ihr grosser Haufe; Fermor schüttelte

Sein graues Haupt dreymal; sie zitterten.

Zuletzt war ihr verzweifelnder Entschluß

Ein grosses Liercck und der Tod!Und nun scheinet unsern Barden alle die Wuth, mit welcherer in der Schlacht gestritten, aufs neue zu befallen. Er wirdso schrecklich, daß seinem Leser die Haare zu Berge stehen.Aber warum mache ich Ihre Neugierde auf eine Stelle so rege,die ich Ihnen nicht mittheilen kann? Darauf fährt er kälter fort:

So lange du, o Natcr, vor uns her

Die schreckliche Blutfahne trugst, uni? nichts

In deiner Arbeit für das Vaterland

Dein Leben achtetest, so lange floß,

Für jede Thräne deines Volkes, Blut,

So lange schlug das rächcrische Schwerd ic.Aber auch unter Dampf und Tod blieb des Dichters helleresAuge unverdunkelt.

Der Engel, der bey Lissa seinen Glanz

Um den Gesalbten glänzte, war auch itzt

Sein Schutzgeist. Näher sah ich ihn, als dort.

Er trug im schönen Engclangcsicht

Des grossen Friedrich 'Wilhelms Mine ganz.