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6 (1839)
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Briefe, die ncucste Litteratur betreffend.

Werd ich benötiget höhere Hnlf zu gewinnen.

Dann drnmb sind sonderlich aufgebawt die himmlische Fesie,

Daß allda jederzeil Hüls suchen Indische Gaste.

O mühsame Musen, Tngcndsame und Mutsame Frawcn,

Die täglich schawen, daß sie die Äünstlichkeit bawen,

Die keine Müh niinincrmchr schewcn zn fördern diese,

Sondern die Müchlichkcit iichinen für Müsiigang süsse,

Wann ihr dicselbige »ach Wunsch nur frnchtwarlich endet.

Drumb bitt ich inniglich, daß ihr mir Fördcrnuß sendet,

Durch euer? Mächtigkeit,, damit ir Ecmiitcr erregen,

Da sie ergaistert nützliches was öffcncn mögen,

Zu unserem jetzigen grossen vorhabenden Werke,

Von Männlicher Tugend und mehr dann Menschlicher Stärke,

Des flrcitwarcn Hackenback :c.

Die Fortseyung folgt künftig.

VIII. Den 22. Februar 1769.Beschluß des achtzehnten Briefes.

Es nennt sich nnscr deutscher Ilebcrsetzcr des Rabelais, -Hulv-rich Elloposclcros und cs ist höchst wahrscheinlich, daß JohannFlscliarr, nnter diesem Namen verborgen liegt. IZ^o^> heißtstumm, und ist ben den griechischen Dichtern das gewöhnlicheBeywort der Fische, daher cs auch oft für sich allein einen Fischbedeutet; nnd ^^o-roci-xX^cw^ folglich muß einen Mann be-zeichnen, den das Looß der Fische getroffen, der von Fisckartist. Und was kann einander ähnlicher seyn, als dieser deutscheRabelais, und der deutsche Bienenkorb des Philipp von !Nar>nix, von welchem letzter» man cs gewiß weiß, daß ihn Fischarrübersetzt hat.

Aor dem angeführten Eingänge läßt Fisckart noch eine Zu-eignung an die deutsche Nation vorher gehen. Sie ist in Hcra-mctern und Pcntamctcrn abgefaßt, bey welchen letztem, diesesBesondere ist, daß nicht allein Pentameter mit Pcutamcntcr,

° Bon dem angeführten D.Xo^, nehmlich, und x^^o? das Loos;so wie i3«Z>^>x>. 1,^05, ^aTixXT^o?. Noch natürlicher zwar würde man csvon i?XXo^, und crx>^tzo? Kart herleite» können, das; cs so viel hiesse, alsFischbart, znsammrngezogen Fischart.