II. Theil. Lorbericht.
Aber genug hiervon. — Wir haben einem ungenanntenFreunde noch für eine kleine Erinnerung zu danken, die er unswegen des achtzehnten Briefes machen wollen, in welchem derUcbcrsctzcr des Rabelais für den ersten Vcrfcrtigcr deutscherHexameter ausgegeben worden. „Das kömmt daraus, schreibt„dieser Freund, wenn man die Eottschcdischc Schriften nicht„besser gelesen hat! Schlagen Sie des Herrn Gottscheds Sprach-„kunst (S. (,28) nach, so werden Sie finden, daß ConraO„Gcßner noch vor ihrem Fischarc deutsche Hexameter gemacht„hat. zc. — Hierauf antworte» wir, daß uns diese Anmerkungdes Herrn Gottscheds nicht unbekannt gewesen, daß wir unsaber nicht überwinden können, sechsfüßige Verse die ausser demeinzigen fünften Fusse aus lauter Svondäcn bestehen, für wahreHexameter zu halten. Ein einziger solcher Vers ist zwar zurNoth ein Hexameter; aber lauter solche Acrsc sind keine.
XIV. Den Z. April. 1759.Ein und drcyßigster Brief.
Sie werden den Verdruß, den Ihnen der deutsche Theor'rit*gemacht hat, sobald nicht vergessen? — Auch nicht, wenn ichZhncn eine bessere Ucbcrsctzung ankündigte? Zwar nicht vomTheokrit; denn noch wird man sich hoffentlich eine Zeitlangvor einem Ufer scheuen, an welchem so schimpflich gescheitertworden. Aber doch auch eines dorischen Dichters. Und wasmeinten Sie zu einem deutschen Pindar ?
Ich mache Zhncn keine vergebene Freude. Pindar hat wirk-lich in der Schweiß einen jungen kühnen Geist erweckt, deruns mit den Begeisterungen des thcbaischcn Sängers bekanntermachen will. Die Sache hat grosse Schwierigkeiten; und es istnncndlich leichter über den ganzen Pindar einen gelehrten Com-mcntar zu schreiben, als eine einzige Ode schön zu übersetzen.Doch der junge Schweizer denkt mit seinem Dichter:
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