t>2 Briefe, die neueste Litteratur betreffend.
gedenken? — O, wahrhaftig, mein Herr Bergmann, wenndas ein guter Ucbcrsctzcr thun soll, so sind Sie der beste vonder ganzen Welt! —
Zweyter Theil.Vorberlcht.
Beynahe wären wir gezwungen, diesen zweyten Theil ebenso anzufangen, als wir den ersten beschlossen müssen.
Auch der Ucbcrsctzcr des Pope hat sich durch das in demzweyten Briefe über ihn gcäusscrtc Urtheil, beleidiget gefunden;wie man aus dem Hamburgischcn Corrcspondcntcn ersehen. Aucher legt es uns so nahe, daß wir unserm Leser und ihm, durchAnzeigung mehrerer Stellen, die er ganz falsch und wider denSinn seines Originals übersetzt hat, ohnfehlbar verdrießlich fallenwürden, wenn wir nicht eben erführen, daß ein anderer unsdieser undankbaren Mühe überhoben habe. Wir bitten ihn also,sich eine kurze Zeit zu gedulden, und den neuen Theil einerbekannten Zeitschrift abzuwarten. Zn einem kleinen Briefe, sollteer nicht höchst cckelhaft werden, hat man sich nicht tiefer mitihm einlassen können. Genug daß das wenige von der Beschaf-fenheit gewesen, unparthcyische Leser mit Grunde vermuthen zulassen, man habe noch ungleich mehr zurückbehalten. Und wärees nicht sehr seltsam, daß wir nur mit ihm Unrecht haben soll-ten? Nur mit ihm! Denn er giebt uns selbst das Zeugniß,daß wir weder dem Ucbcrsctzcr des Ga>', noch des Bolingbrob'ezu viel gethan. Unterdessen ist es falsch, daß wir ihn an dieSpitze der schlechten Ucbcrsctzcr stellen wollen. Wir haben leiderso viel elendere, daß man ihn noch unter die guten zchlcn darf,wenn man cin Augc zumachcn will.
Was er übrigens von unanständigen Absichten sagt, da-von möchten wir wohl nähere Erklärung zu haben wünschen.Die Verfasser dieser Briefe sind sich weiter keiner Absicht be-wußt, als der Absicht, ihre Meinung zu sagen. Das Rechtdazu, haben sie mit allen Schriftstellern gemein. Trennungen kön-nen sie wenigstens unter unsern besten Röpfen nicht verursachenwollen. Denn unsere besten Röpfe sind noch nie einig gewesen.