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Briefe, die neueste Litteratur betreffend.
Und alles Donner wird, und schnell NeptunDen mächtigen Tridcnt mit starkem ArmAns Wasserbergcn hebt; wie dann der SturmVerstummt, die Flügel nicht mehr regt, und MeerUnd Himmel ruhig wird, daß Phöbus lacht,Und jeder Strahl von ihm im Meere blitzt:So :c.Oder:
Und vom Geschrey der Stürmenden erklangDes Himmels Bühne weit, wie sie erklingtVom tausendstimmigen Sturmwinde, wieDer Wald in Lybieu ertönt, wenn LöwUnd Tieger, und manch wütend Thier i»S NetzDer schrcyndcn Jäger fällt, und heult und brüllt.Oder:
— Sein Roß war stolz wie er;
Es schien die erde zu verachten, kaum
Berührt es sie mit leichten Füssen , schnob.
Und wieherte zu der Trompete Klang,
Und forderte zum Kampf heraus, wie er.Doch warum schreibe ich noch ab, was Sie vielleicht schon aus-wendig wissen? Kommen Sie; ich will Ihnen eine grössereFreude machen! Zch besitze, aus der gütigen Mittheilung einesFreundes, zwey noch ungcdruckte Stücke dieses Dichters, unddiese will ich meinem Briefe beylegen. Das eine ist gleichsamder Pendant zu dem Grablicdc auf der 24sten Seite seiner neuenGedichte; und das andere ist eine Hymne. — Hier würde ihreBegierde nach der Beylage meinen Brief doch endigen, wenn ichihn auch nicht selbst geendigt hätte. E.
Geburtslied.Weh dir, daß du gcbvhrcn bist!
DaS grosse Narrenhaus, die Welt,
erwartet dich zu deiner Quaal.
Nicht Wissenschaft, nicht Tugend ist
ein Bollwerk für der Bosheit Wuth,
Die dich bestürmen wird. Verdienst
Beleidiget die Majestät