II. Theil. Vierzigster Brief.
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Und Mcnschcnlicb und EdclmnthWirkt Freud, uud Freude mir ist Gluck .Fühl Tugenden, so fühlst du Gluck! —Uud mancher Freund wird dich durch WitzUnd Liebe (wie mein ° ° mich)Besceligcn, und seyn dein Trost,Wenn Falschheit dein Verderben sucht.Las; Neid uud niedre Ravcn schrey».Und trinke du der Sonne Glulh,Gleich einem Adler. Hülle dichIn deine Tugend, wenn es stürmt. —Doch öftrer lacht der Himmel dir;Das Leben ist mehr Lust als Schmerz.Wohl dir, daß du gebohrcn bist!
Hymne-
Groß ist der Herr! die Himmel ohne ZahlSind seine Wohnungen,Sein Wagen, Sturm uud donnernde Gewölk,Und Blitze sein Gespann.
Die Morgenroth' ist nur ein WicderschcinVom Saume seines Kleids,Und gegen seinen Glanz, ist DemmcrungDer Sonne stammend Licht.
Er sieht mit gnädgem Blick zur Erd herab;Sie grünet, blüht uud lacht.Er schilt; es fähret Fcur von Felsen auf,Und Meer und Himmel klagt.
Lobt den gewaltigen, den guädgcn Herrn,Ihr Lichter seiner Burg,Ihr Sonnenheere! Flammt zu seinem Ruhm!Ihr Erden singt sein Lob!
Erhebet ihn ihr Meere! Braust sein Lob!Ihr Flüsse rauschet es!Es neige sich der Cedern hohes Haupt,Und jeder Wald für ihn!
Ihr Löwen brüllt zu seiner Ehr im Hayn!Singt ihm, ihr Vögel! singt!