II. Theil. Sin und vierzigster Brief.
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Anmerkung seines -HelOen nicht erinnern wollen. " Wenn er esgethan hätte, so wurde es in seinen Schilderungen vielleichtnicht von so vielen Gegenständen, bis zum Eckcl, mutatis mu-tanllis hcissen: — Noch blüht die schöne Rose nicht! — Nunblüht die schöne Rose! — Nun hat die schöne Rose geblüht!
Doch welche Bcdenklichkcit kann Herr Dusch haben, sichselbst auszuschreiben; er, der andere mit der allerunglaublichstcnFreyheit ausschreibet? Ich wenigstens kann seine Schilderungenfür nichts anders, als einen beständigen Lonto, aus Pope,Thomson, -Hervey, Z?onng, Rlciff, -Haller und zwanzig an-dern halten. Und glauben Sie ja nicht, daß er diese Männernur da ausschreibt; wo er sie in den Noten anführt. Ich kenneleicht keinen Scribentcn, der listiger anzuziehen weis. Er be-kennt mit der scheinbarsten Offenherzigkeit, nicht selten ganz
° Der Herausgeber dieser Briefe nimmt hier Gelegenheit eine kleineNachricht einzuschalten. Herr Dusch hat sich zum zweyten, dritten und vier-tcnmale gegen unsere Critit seiner Übersetzung des Pope mit vieler Bitter-keit verantwortet. Zum zwcvtemnalc i» dem Altonaer Reichspostrcuter;zum driltcnmalc in gewissen neuen Briefen an Freunde und Freundin-nen, und zum vicrtenmale in der Vorrede zu dem zwevtcn Bande seinerUebersctzung selbst. Besonders haben wir uns über seinen Brief in demReichspostreuter nicht genug verwundern tonnen. Nachdem er darin» ei-nige kleine Nachlässigkeiten, die er begangen hat, die wir aber niemals derRügung wurden werth geschätzt haben, selbst angezeigt, sagt er unter andern:„Und nun mochte ich wohl meinen Prahler auffordern, mir in den bcvdcn„Stücken, der Vorrede nehmlich und der Abhandlung von der Schäferpoesie,„seinen Vorrath (von Fehlern) auszuweisen. — Wir haben uns zwar nieeines Vorralhcs von Fehlern eben in diesen beyden Stücken gerühmt.Aber dem ohngcachtct kann tch ihm hier melden, daß seine Aufforderungenangenommen worden. Es soll sich chstens zeigen ob Fll. oder Herr Duschder Prahler ist. In diesen Briefen zwar soll es nicht geschehen, weil wirden Platz zu etwas bessern brauchen können. Dem Leser unter dessen docheinen kleinen Vorschmack zu geben, können wir nicht unangcmcrkt lassen, daßselbst in dieser kleinen Stelle, welche eben aus der Abhandlung über die Schä-ferpoesie des Pope angeführet worden, Herr Dusch mehr als einen Fehlerbegangen hat. Z. E. Wie ungeschickt übersetzt er riw scrupuiv»» Uivitio»durch die gar zu richtige Eintheilung, Und w repesl »w s»me <te-tcriMon kor n>ree MVIUIIZ loxeiiier durch für drey Monate zusammenzu rviederhohlen. Wie links! Wie sinnlos! Hat Herr Dusch in sei-nem Wörtcrbuchc nicht gefunden, daß loZeiiier eben so wohl nach einan-der als zusammen hcissen kann? (Einschaltung des Herausgebers O.)