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6 (1839)
Entstehung
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Briefe, die neueste Litteratur betreffend.

erinnert haben. Herr Dusch will die Natur schildern; scimSchilderungen sollen eine Art von Verbindung unter sich ha-ben; die Verbindung nach den Zahrszeitcn ist schon gebraucht;Herr Dusch ist ein grosser Liebhaber des Neuen, des Sclbster-fundcncn; er wählt also die Verbindung nach den Monaten.Nach den Monaten! Ein kühner glücklicher Einfall! Aber kenntdenn die Natur, möchte ich ihn fragen, diese Einthcilung inMonate? Ist ein Monat von dein andern eben so unterschie-den, als eine Zahrszcit von der andern? Welche Bilder,welche Scenen kommen nur diesem und keinem andern Monatezu? Und wenn eben dieselben Bilder und Scenen mehr alseinem Monate zukommen können, was für einen zureichendenGrund hat der Scribcnt, sie uns lieber in diesem, als in ei-nem andern zu zeigen?

Ich tadle hier eben das, was Pope bereits an den Eklogendes Spcnscr getadelt hat. Auch Spcnscr hatte einem jedenMonate eine besondere Ekloge gewidmet; und was sagt Popedazu?Diese ängstliche Einthcilung seiner Schäfcrgcdichte inMonate, hat ihn gezwungen, die nehmliche Beschreibung cnt-weder in drey Monaten nach einander, mit veränderten Wor-tcn, zu wicdcrhohlcn, oder, wenn sie das erste mal schon er-schöpft war, gänzlich wegzulassen; woher es denn kömmt, daßeinige von seinen Eklogen, (als zum Exempel die sechste,achte und zehnte,) sich durch nichts als ihre Titel unterschei-den. Und wie kann es anders seyn, da das Jahr von derMannigfaltigkeit nicht ist, daß es, so wie eine jede Zahrszcit,also auch einen jeden Monat, mit einer ihm eigenen Beschrei-bung versorgen könnte?" Wenn Herr Dusch, wie mansagt, auch der Ucbcrsctzcr von Popcns sämtlichen IVcrr'cnist, so muß es uns so viel mehr befremden, daß er sich dieser

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