III. Theil. Zwey und fnnfjigslcr Brief. 153
blos seine Leser sollte urtheilen lassen. — Auch gebe ich dasnoch nicht zu, daß in der Portugisischen Geschichte gar nichtsvorkomme, wobey ein Deutscher, aus diesem oder jenem Vor-urthcilc, sollte cs auch nur die Liebe zu seinem Volke seyn,zur Parteylichkeit gcrcitzet werden konnte.
Z. E. Wenn er von des Königs Johannes Vcs zweyteneifrigen Bemühungen zur Aufnahme der Schiffahrt redet, ge-denket er des bekannten Martin Beheims, der ihm sehr er-sprießliche Dienste dabey geleistet habe. Nun wissen Sie, wasverschiedene patriotische Gelehrte von diesem Nurcnbcrgischci»Geschlechter behaupten wollen; daß nehmlich Er, der erstewahre Entdecker der neuen Welt zu nennen sey. Sie stützensich dabey vornehmlich auf die Zeugnisse des Ricciolos undZöenzonus. Jener giebt zu verstehen, daß Zöcheim den Lo-lnmbus vielleicht auf die Spur geholfen habe; und dieser sagtmit ausdrücklichen Worten," daß Magellanus die in der Folgenach ihm genannte Meerenge, aus einer Seekarte des Beheimshabe kennen lernen. Ist cs also einem Deutschen wohl zu ver-denken, daß er hier einem Stüvcn und Doppelmayer bcytritt,und mit dem Verfasser der progi-vs dos ^llemsncis Ae. Tri-umph ruft, daß seine Landcslcutc nicht allein die Druckcrcy unddas Pulver, sondern auch die neue Welt entdeckt haben? Aberhören Sie, was dem ohngcachtet unser Historicus hiervon sagt:""„Ob übrigens Martin BeHeim die neue Welt entdeckt habe, ja gar„das l^-etum UgZellanieum gekannt, wie jenes Joh. Bapr. Riccio-„lus,°° dieses aber Hieron. ZAenzonus bejahet, dünket mich eine
° Nu^jus ?re>i ol)servslio SlüAellgno trilnientls est, »am reliqusrumnaviuin priesecli, krelum esse nexsbsnl, K sinum lluiUsxat esse eenselisnl.klüßellsnus Ismen srelum isiic esse noist «lui» ut ferlnr, in clisrls msrina»Uuncliiliim viilerst, «lescrinls sli iusigni izuvilam 5»uclero cui nomen^/a?-/i?!UL Lo/iem>», nunin I.usilsniss Itex in sno Mns-eo »ilservitküt. ^en-:o«»z </s /nc/ia occiÄe/,/«//. T'om. ^tme^icae ?'/!eoc/o»'t <7e A»^>/.°° Erster Band, S. 121 in der Anmerknng.
°°° Herr Gcbaucr hätte nicht sagen sollen, daß cs Riccioliiö bejahe.Er läßt cs sehr ungewiß. DIc Stelle ist diese: ci>rislo,,i>«ru» euwmiiu» —cum nrius i» NlsUer!» Insuls, udi conkcienilis »c 6eU»enn>Ii» clisrli» Keo-xirsnliicis vseskiU, ^?> e suonle ingenw, ut erst vir ^slronomi»?, l>osino-Lrsnui«! <! ?I>>sices xnsl»«,^e iniliciu Iiskito i» ^/a»'/»-» j?o/,emo^ sut