III. Theil. Tret) und fnnfjigsicr Brief.
sich nicht einbilden, daß man cincn Augenblick gcgc» ihn beste-hen könne, und behauptete doch, als es zur That kam, die Ehreseiner Nation sehr schlecht. Er ward gänzlich geschlagen, und kam,mit Schande und Verwirrung überhäuft, nach Portugall zurück.Philippus ließ ibn noch dazu in Verhaft nebmcn, weil er ihmzur Last legte, daß er sich ohne seinen Befehl ins Treffen ein-gelassen habe; und ValScs bedürfte der kräftigsten Vorsprächealler seiner Freunde, um der ihm drohenden Gefahr zu entkom-men. — Das Zahr darauf wurde ein zweyter Versuch aufTcrcera unternommen, welcher noch unglücklicher ablief. HerrGcbaucr scheinet von diesem gar nichts zu wissen; die Frauvon Saincronge aber erzchlct folgendes davon: Der Gouver-neur (Figuercdo) habe so wcnig Soldaten übrig gehabt, daßein minder unerschrockener Mann als er, eher an eine vor-thcilhaftc Eapitulation, als an die Vertheidigung würde ge-dacht haben. Seinen Muth aber habe nichts erschüttern können;und er sey auf eine List gefallen, die von sehr guter Wirkunggewesen. Er habe nehmlich eine grosse Anzahl Ochsen aus demGebirge kommen, und sie an dem Tage der Schlacht, mit bren-nenden Lunten auf ihren Hörnern, mitten unter dem kleinenHaufen seiner Truppen forttreiben lassen. Die Spanier, diecincn schr schwächt» Feind vor sich zu finden geglaubt hätten,wären durch den Schein betrogen worden; sie hättcn mit cincrübcrlcgcncn Macht zu thun zu haben vermeinet, und daher mitso weniger Ordnung gestritten, daß auch eine gemeine Tapfer-keit zureichend gewesen seyn würde, sic zu übcrwindcn. DasMctzcln scy erschrecklich gewesen; von allen spanischen Soldatenwären nur zwey entkommen, die sich in ein paar hohlc Weideilverkrochen gehabt. Dicsc zwcy hättcn looscn müsscn, und der,den das glückliche Loos gctroffcn, habc dic Nachricht von dicscrschrecklichen Niederlage nach Portugall überbringen müssen."
So glücklich nun aber Figuercdo in Tercera war, so hieltcs doch Antonio für noch vorthcilhastcr, wenn er cincn sotapfcrn Mann beständig um sich haben könnte. Er ließ ihnfolglich nach Frankreich überkommen, und vertraute Tcrcera dem
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