1s>2 Briefe, die neueste Litteratur betreffend.
Emanuel von Sylva an. Die Frau von Sainctonge beklagtsich, daß verschiedene Geschichtschreiber aus dieser Veränderunggeschlossen hätten, Antonio müsse mit dem Scipio nicht zufrie-den gewesen seyn, und führet dagegen eine Stelle aus einemBriefe des Antonio an den Papst Grcgonus Xlll. an, wor-inn er seiner Treue und Tapferkeit völlige Gerechtigkeit wicdcr-fahrcn läßt.
Nach den Erzchlungcn des Herrn Gebaners muß manglauben, daß sich Antonio, nachdem cr sein Portugal ! verlassenmüssen, beständig in Frankreich aufgehalten habe. Der Fr. vonSainctonge zu Folge aber, hat cr sich weit öfter und längerin England aufgehalten. Seine erste Reise dahin that cr so-gleich nach seiner glücklichen Enlkommung ans dem Reiche, vonCalais aus, wohin ihn das Lnkhäusische Schiff gebracht hatte.Sie fält in das Jahr 1681. und ich finde daß Lamdcn inseinem Leben der Königin Elisabeth, wie auch, aus ihm, Rapin,ihrer unter diesem Jahre gedenken. Zu seiner zweyten Reisenach England , brachten ihn die Nachstellungen, welchen cr vonScitcn dcs Königs von Spanien , während den Unruhen derLiguc, in Frankreich ausgesetzt war. Sie muß in dem Zahrc1585 geschehen seyn, und die Frau von Sainctonge crzchlctuns eincn mcrkwürdigcn Umstand davon, den sie aus dcn ei-genhändigen Mcmoircs dcs Don Antonio gezogen zu habenversichert. „Die Königin Elisabeth, sagt sie, lud ihn auf das„inständigste ein, zu ihr nach England zu kommen. Er that„es also, und ward auf eine schr galante Weise daselbst em-pfangen. Die Königin hatte eine grosse Anzahl von Edel-leuten ihres Hofes sich in Schäfer vcrklcidcn lasscn, und schickte sie„ihm', bis auf die Höhe von Salisbury entgegen, mit dem„Acrmcldcn, daß cr sich von der grossen Schäferin dcs Lan-„dcs allen möglichen Beystand zu versprechen habe. Zn allen„Städten, wo cr durch mußte, hielt man ihm den prächtigsten„Einzug, so daß mau ihn eher für cincn Sicgcr, als für cincn„seiner Länder beraubten König hätte ansehen sollen." — Die-ser sei» zweyter Aufenthalt in England dauerte bis in das Zahr15W. Die Angelegenheiten von Frankreich hatten durch dcnTod -Heinrichs III. eine andcrc Gcstalt gcwonncn, und Don