IV. Theil. Vier lind scckjigsicr Brief. 173
kömmt, und ibrc Freundschaft ist ihr Gespräch. Guilford zittert,daß diese einen so gefährlichen Feind an ihrer beiderseitigen, anseben denselben Gegenstand abzielenden Liebe haben müsse! Pem-brock kann den Gedanken nicht ertragen, daß Johanna ihmden Guilford vielleicht vorziehen möchte. Er wird in den ge-heimen Rath gerufen, und bedingt sich von seinem Freundenur noch dieses, daß sie in ihrer gemeinschaftlichen Bewerbungoffenherzig und ohne die geringste Hinterlist, zu Werke gehenwollen. Guilford bleibt zurück, und empfangt die Johanna,die nunmehr bey Hofe anlangt. Sie haben ein kurzes Gespräch,in welchem sich, ungeachtet der Traurigkeit über den nahen Todihres königlichen Freundes, die Liebe der Johanna gegen denGuilford zeiget. — Aus diesem Auszüge hat Herr Wiclandnichts entlehnen können, indem er mit der Geschichte so weit nichtzurückgegangen ist. Die Person des Pcmbrock's aber hat eraus seinem Stücke ganz und gar auszuschliesscn für gut befun-den; als eine Person, ohne Zweifel, die in der Geschichte eineganz andere Rolle spielet- Den Grafen Wilhelm Herbert vonPcmbrock kann Rorve schwerlich darunter verstehen; er mußvielmehr den Sohn dieses Grafen meinen, welcher nachher mitder jungem Schwester der Johanna vermählt ward.
Den zweiten Aufzug crösncn abermals ^lorthumberlandund Snffolk. Die Väter haben nunmehr die Verbindung ihrerKinder verabredet. Die Herzogin von Suffolb' und Guilfordkommen dazu. Guilford ist in der äussersten Entzückung übersein nahes Glück. Sie gedenken der Johanna, die an demBerte des sterbenden Königs weine. Zudem tritt sie herein,und verkündiget den Tod desselben. — Die letzte Rede des Kö-nigs ist bey dem Herrn Wieland folgende:
O Gott, ----
------nimm mich zu dir,
Nimm meinen Geist aus dieser Welt des Abfalls
Zu dir und zu den Geistern, die dich licbcn,
Und deinen Willen thun. — O meine Seele
Lechzt lange schon, dein Angesicht zu schauen!
Tu, Vater, weissest es, wie gnt mirs wäre,
Bey dir zu seyn! Und doch um derer willen,