Druckschrift 
6 (1839)
Entstehung
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189
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IV. Theil. Sicbcnzigster Brief.

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Stliffcn von diesem Finden zum iSrfinden, sagt cr,sind es ei-gentlich, was ich durch verschiedene Versuche meines zweyten Bu-chcs habe zeigen wollen. Es sind aber diese Versuche nichts andersals Umschmclzungen alter Fabeln, deren Geschichte cr bald eherabbricht, bald weiter fortführet, bald diesen oder jenen Umstandderselben so verändert, daß sich eine andere Moral darinn er-kennen läßt. Aus einigen Beyspielen werden Sie sich einendeutlichern Begriff davon machen können. Z. E. die bekannteFabel von der Krähe, die sich mit den ausgefallenen Federnandere« Vögel geschmückt hatte, führt er einen Schritt weiter,und macht folgende neue Fabel daraus.

Die sechste des zweyten Buchs, ls. Band I, S. 444.jDiese Fabel kann für neu gelten, ob sie gleich aus altenStücken zum Theil zusammen gesetzt ist: denn es liegt eine neueMoral darinn.So geht es dem Plagiarius! ?c. ss. Bd V, S. 421-1 Oder die Fabel von den Fröschen die sich einen König er-beten hatten:

Die dreyzehnte des zweyten Buchs, fs. Band 7, S. 147jDiese Fabel fängt da an, wo die alte aufhöret, und erhältdadurch gleichsam eine Art von historischer Wahrscheinlichkeit.Und aus diesen Proben werden Sie zugleich von dem Tone undder Schreibart unsers Fabulistcn urtheilen können. Jedes vonden drey Büchern enthält dreyßig Fabeln; und wenn ich Ihnennunmehr noch einige aus dem ersten und zweyten Buche vorlege,so wird es hoffentlich alles seyn, was Sic dicsesmal von mirerwarten. Die erste, welche ich anführen will, scheinet er mitRücksicht auf sich selbst und die einfältige Art seines Vortragesgemacht zu haben.

Der Besitzer des Bogens, ls- Band I, S. 454.j

Die Schwalbe. sS. 463.Z

Der Geist des Salomo. sS. 456.1

G.

X. Den K. December. 4769.

Ein und siebenzigster Brief.

Ein Gelehrter, den Sie, so viel ich weis, in Frankfurt ander Oder suchen müssen, fieng bereits im vorigen Zahrc an,