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2-14 Briefe, die neueste Litteratur betreffend.
jenes vcrstcben? Herr 2dascdow wird nie ein System schreiben:ich wette darauf.
I» dem ersten Beweise, fährt er fort, meinet Herr Cramereinen Mann ohne alle Religion, in dem zweyten einen leichtsin-nigen Spötter der Religion; und in dem dritten wieder einenMann ohne alle Religion. Als dem Verfasser eines Wochcn-blats, versichert er, sey ihm diese Nertauschung erlaubt gewesen;und ich verdiene den Abscheu der IVclr, und habe dasschwärzeste Ä.aster begangen, weil ich Böscwicht geglaubt habe-„Der Nordische Aufseher müsse und wolle in dieser ganzen Ab-handlung den Satz: ohne Religion ist keine Rechtschaffen-„heir, in einer und derselben Bedeutung verstehen.".
Das habe ich leider geglaubt. Za ich habe sogar geglaubt,daß Herr Cramcr unter einem tNanne ohne Religion, bloseinen Mann verstehe, der die christliche Religion in Zweifelziehet. Denn ich Böscwicht setzte voraus, Herr Cramcr werdedoch etwas haben sagen wollen; er werde doch lieber etwasfalsches (das ihm aber wahr scheine), als gar nichts habensagen wollen. Nun aber, da uns Herr Dascdorv sein Wortgiebt, daß Herr Lramer wirklich gar nichts habe sagen wollen:muß ich mich freylich auf den Mund schlagen. Sie glaubennicht, wie ich mich schäme! Wollte doch der Himmel, Saß ichmich vor den Augen der N)clr verbergen könnte! G.
Hundert und siebender Brief.
Herr Lramern muß es also hier gegangen seyn, wie esallen gehet, die ihre Gedanken unter der Feder reif werdenlassen. Man glaubt eine grosse Wahrheit erhascht zu haben;man will sie der Welt ins Licht setzen; indem man damit be-schäftiget ist, fängt man selbst an, sie deutlicher und besser cin-zuscbcn; man sieht, daß sie das nicht ist, was sie in der Ent-fernung zu seyn schien; unterdessen hat man sein Wort gegeben;das will man halten; man dreht sich itzt so, ißt anders; mangeht nnmcrklich von seincm Ziele ab; und schließt endlich damit,daß man etwas ganz anders beweiset, als man zu beweisenversprach; doch immer mit der Versicherung, daß man das Ncr-