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L'ricfe, die ncucstc Litteratur betreffend.
cr sehr wenig redte. Wenn er aber seinen Mund aufthat, sogeschah es allezeit mit einer Fabel. Der schnackischc Mann warin der Schweiß überall willkommen; cr durste ungebeten beyden Tafeln und Gastmählern vornehmer und geringer Personenerscheinen; man hielt dafür, daß seine Zeche durch die Fabeln,die er unter die Gespräche mischte, iibcrflüßig bezahlt sey. Un-ter andern wußte cr schr viel von Gauchlingcn zu crzehlcn;wie die Gauchlingcr über ihre bösc Bach rathschlagen; wie dieGauchlingcr nicht Spitzhosen anstatt Pluderhosen tragen wol-len; wie die Gauchlinger :c. Alle diese Gauchlingiana habenseine Freunde zu Papiere gebracht, und sie in den Freymüthi-gcn Nachrichten, in den Lnn'schen Briefen, in der Norrcdczu M- v. K. Neuen Fabeln, zum ersten, zweyten, dritten, undder Himmel gebe, letzten male drucken lassen.
Das alles wissen Sie. Aber wissen Sie auch, daß Her-mann Axel noch lebt? Daß cr nunmehr auf seine eigene Handein Autor geworden ist? Daß cr cincn kläglichen Beweis ge-geben, wie wirksam das Gift seiner Schmeichler auf seinen ge-linden Verstand gewesen seyn müsse? Diese bösen Leute hattenihn und den Acsopns so oft zusammen gcncnnt, bis cr sichwirklich für cincn zweyten Paläcus so-,- xcp«crxs '^o^iro^,?! v rx-tv") gehalten. Nun fiel ^.cßingen vor kurzem ein,an dieser Seclcnwandcrung zu zweifeln, und verschiedenes widerdie Arclische Fabclthcorie einzuwenden. Wer hieß ihm das?Er hätte die Schweizer besser kennen sollen. Er hätte wissensollen, daß sie den geringsten Widerspruch mit der plumpstenSchmähschrift zu rächen gewohnt sind. -Hermann Axel sprichtzwar wenig; aber cr kann desto mehr schreiben. Er wird eineSündflulh von Fabeln wider ihn ausschütten. Er wird mit
Stoppen und Rräurcrbündeln um sich werfen. Er wird--
alles thun, was cr wirklich in folgendem Buche gethan hatAcsjingische unäsopischc Fabeln: enthaltend die sinnreichenEinfälle und weisen Sprüche der Thiere- Nebst damiteinschlagender Untersuchung der Abhandlung Herrn /!.cßingövon der Rnnst Fabeln zu verfertigen."
° plurarch im Lebe» des Solons.