VIk. Theil. Hundert lind sieben li»d zwanzigster S'ricf. 273
„chcn aus der Tasche, und betheuerte, dafi crs von dun Marmor her-unter geschlagen hatte, von welchem der Pallast erbauet worden."
Was ist das anders, als das Mährchcn des -Hicroklcs vondem Scholastiker, welcher sein Hans verkaufen wollen?
xoc? »tXtcci.' ?rui).k>>>, ^l^ov «?r' «i^?«^? cll; lsx^o.« ir^temxpx.
Zch habe oben dic Lcssingischc Fabel von den Furien ange-führt. Um keine andere abschreiben zu dürfen, erlauben Siemir, Ihnen an dieser zn zeigen, wie glücklich Axcl parodirct,wann er seinen Gegner von der Seite der Moral verdächtigmachen will. Erst frage ich Sie: was hat -L.. wohl mit seinenFurien haben wollen? Was anders, als daß es eine Art vonwilden Spröden giebt, dic nichts weniger als liebenswürdigeMuster der weiblichen Zucht gcncnnt zu werden verdienen? Sooffenbar dieses ist, so wenig will es ihm doch Axcl zugestehen,sondern glaubt diese Moral erst durch nachstehende Fortsetzunghinein zu legen.
Unempfindlichkeit ist nicht strenge Zucht.
„Hast du dic drey strengen, züchtigen Mädchen noch nicht gcfnn-„den, Iris, die ich dir befahl zu suchen, damit ich der Lenus Hohn„sprechen könnte? Also fragte Juno die Bothschaftcrm des Himmels.„Ich fand sie, antwortete Iris, aber sic waren schon vergeben;„Merkurius hatte sie zum Pluto geführt, der sie für Furien brau-„chen will. Für Furien, diese Tugendhaften? sprach Juno. O, ver-hetzte Iris, vollkommen strenge; alle drcye hatten den geringsten„Funken in ihren Herzen ersticket, alle dreye haben niemals einer„Mannsperson gelächelt. Die Göttin machte grosse Augen und ver-hetzte: du hast mir diesmal einen schlechten Bcgrif von deinem Lcr-„ stände gemacht, und deine Moral ist mir verdächtig, indem du Tu-„gend, Keuschheit und Zucht mit Mcnschenhaß uiid Unempfindiichkcit„vermischest. Geliert soll mir die suchen, die ich verlange.
Der seltsame Axcl! Also muß man dem Lcscr nichts zu den-ken lassen? und das Eompliment, das Gcllerr hier bekömmt!Er, den die Schweißer ehedem, wie Messingen , mit Stoppenin eine Elassc setzten!
So sehr unterdessen Herr L.- von Axeln gemißhandelt wor-den, so weiß ich doch nicht, ob es ihn eben sehr vcrdricsscndarf, seine Fabeln so geflissentlich parodirct zu sehen. Er mag
LcslinsS W-rk- vi.
18