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Leben des SophoklcS.
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„liebte seine Athenicnscr zu sehr, als daß cr sich freywillig von„ihnen hätte verbannen sollen (V).
„Er ward sehr alt, nnd starb in dem dritten Zabrc der„drey und neunzigsten Olympias (X). Die Art seines Todes„wird verschiedentlich angegeben. Die eine, welche ein altes„Sinngedichte zum Grunde hat, wollte ich am liebsten allego-risch verstanden wissen (^^). Zch muß die übrigen alte» Sinn-gedichte, die man auf ihn gemacht hat, nicht vergessen (IZIi).„Sein Bcgräbniß war höchst merkwürdig (LC).
„Er hinterlics den Ruhm eines weisen, rechtschaffnen Man-„ncs (vv); eines geselligen, muntern und scherzhaften Man-„ncs <M); eines Mannes, den die Götter vorzüglich liebten lM).
„Er war ein Dichter; kein Wunder, daß cr gegen die„Schönheit ein wenig zu empfindlich war (00). Es kann leicht„seyn, daß es mit den verliebten Ausschwciffnngcn, die man„ihm Schuld giebt, seine Richtigkeit hat. Allein ich möchte„mit einem neuen Scribcntcn nicht sagen, daß sein moralischer„Eharaktcr dadurch zweifelhaft würde (llll).
„Er hinterließ verschiedene Söhne, wovon zwey die Bahn„ihres Vaters betraten (II). Die gerichtliche Klage, die sie„wider ihn erhoben, mag vielleicht triftigere Ursachen gehabt„haben, als ihr Cicero giebt (KX).
„Ausser seinen Tragödien führet man auch noch andere Schrif-ten und Gedichte von ihm an (1^).
„Die völlige Entwcrfung seines Charakters als tragischer„Dichter, muß ich bis in die umständliche Untersuchung seiner„Stücke »ersparen. Zch kann ltzr bloß einige allgemeine An-„mcrkungcn vorausscndcn, zu welchen mich die Urtheile, welche„die Alten von ihm gefällt haben iMXI), und verschiedene„Bcynamcn, die man ihm gegeben hat (5A), veranlassen„werden.
„Zch rede noch von dem gelehrten Dicbstahle, den man ihm„Schuld giebt (00). Endlich wcrffc ich alle kleinere Materialien,„die ich noch nicht anbringen können, in eine Anmerkung zu-„sammcn (!'?); desgleichen auch die Fehler, welche die neuern„Littcratorcs in Erzchlung seines Lebens gemacht haben (00)-"