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6 (1839)
Entstehung
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285
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Leben des SophoklcS.

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liebte seine Athenicnscr zu sehr, als daß cr sich freywillig vonihnen hätte verbannen sollen (V).

Er ward sehr alt, nnd starb in dem dritten Zabrc derdrey und neunzigsten Olympias (X). Die Art seines Todeswird verschiedentlich angegeben. Die eine, welche ein altesSinngedichte zum Grunde hat, wollte ich am liebsten allego-risch verstanden wissen (^^). Zch muß die übrigen alte» Sinn-gedichte, die man auf ihn gemacht hat, nicht vergessen (IZIi).Sein Bcgräbniß war höchst merkwürdig (LC).

Er hinterlics den Ruhm eines weisen, rechtschaffnen Man-ncs (vv); eines geselligen, muntern und scherzhaften Man-ncs <M); eines Mannes, den die Götter vorzüglich liebten lM).

Er war ein Dichter; kein Wunder, daß cr gegen dieSchönheit ein wenig zu empfindlich war (00). Es kann leichtseyn, daß es mit den verliebten Ausschwciffnngcn, die manihm Schuld giebt, seine Richtigkeit hat. Allein ich möchtemit einem neuen Scribcntcn nicht sagen, daß sein moralischerEharaktcr dadurch zweifelhaft würde (llll).

Er hinterließ verschiedene Söhne, wovon zwey die Bahnihres Vaters betraten (II). Die gerichtliche Klage, die siewider ihn erhoben, mag vielleicht triftigere Ursachen gehabthaben, als ihr Cicero giebt (KX).

Ausser seinen Tragödien führet man auch noch andere Schrif-ten und Gedichte von ihm an (1^).

Die völlige Entwcrfung seines Charakters als tragischerDichter, muß ich bis in die umständliche Untersuchung seinerStücke »ersparen. Zch kann ltzr bloß einige allgemeine An-mcrkungcn vorausscndcn, zu welchen mich die Urtheile, welchedie Alten von ihm gefällt haben iMXI), und verschiedeneBcynamcn, die man ihm gegeben hat (5A), veranlassenwerden.

Zch rede noch von dem gelehrten Dicbstahle, den man ihmSchuld giebt (00). Endlich wcrffc ich alle kleinere Materialien,die ich noch nicht anbringen können, in eine Anmerkung zu-sammcn (!'?); desgleichen auch die Fehler, welche die neuernLittcratorcs in Erzchlung seines Lebens gemacht haben (00)-"