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6 (1839)
Entstehung
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284
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Sophokles .

Sein erstes Trauerspiel fällt in die sieben und siebzigsteOlympias. Das sagt iLusebius, das sagt auch Plutarch: nurmuß man das Zeugniß dieses letztem recht verstehen; wie ichdenn beweisen will, daß man gar nicht nöthig hat, die ver-neinte Verbesserung anzunehmen, welche Samuel Petit dar-inn angegeben hat (I).

Damals war der dramatische Dichter auch zugleich derSchauspieler. Weil aber Sophokles eine schwache Stimmehatte, so brachte er diese Gewohnheit ab. Doch blieb er darumnicht ganz von dem Theater (x).

Er machte in seiner Kunst verschiedene Neuerungen, wo- durch er sie allerdings zu einer höher» Staffel der Vollkom-menheit erhob. Es gedenken derselben zum Theil Aristote-les (l.); zum Theil Suidas (AI); zum Theil der ungenannteBiograph (X).

Mit der Aufnahme seiner Antigone hatte Sophokles ohne Zweifel die meiste Ursache, vergnügt zu seyn. Denn dieAthcnicnscr wurden so entzuckt davon, daß sie ihm kurz daraufdie Würde eines Feldherrn ertheilten. Ich habe alles gcsam-mclt, was man von diesem Punkte bey den Alten findet, diesich in mehr als einem Umstände widersprechen (0). VielEhre scheinet er ais Feldherr nicht eingelegt zu haben (?).

Die Zahl aller seiner Stücke wird sehr groß angegeben ((Z).Nur sieben sind davon bis auf uns gekommen; und von denandern ist wenig mehr übrig, als die Titel. Doch auch dieseTitel werden diejenigen nicht ohne Nutzen studieren, welcheStoffe zu Trauerspielen suchen (k).

Den Preis hat er öfters davon getragen (8). Ich führedie vornehmsten an, mir welchen er darum gestritten hat

Mit dem Luripivcs stand er nicht immer in dem bestenVernehmen (v). Ich kann mich nicht enthalten eine Anmer-kung über den Vorzug zu machen, welchen Sokratcs demEuripioes ertheilte. Er ist der tragischen Ehre des Sopho-t'lcs weniger nachteilig, als er es bey dem ersten Anblickezu seyn scheinet (X).

Verschiedene Könige ließen ihn zu sich einladen; allein cr