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6 (1839)
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Leben des Sophokles .

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den, wo ich will, aufmerksamer, als bey meinem eigenen. Undwie vielfältig habe ich ihn mit Vorsatz gesucht! Wie viel Un-nützes habe ich seinetwegen gelesen!

Nun denke ich: keine Mühe ist vergebens, die einem andernMühe ersparen kann. "Ich habe das Unnütze nicht unnützlichgelesen, wenn es, von nun an, dieser oder jener nicht weiterlesen darf. Ich kann nicht bewundert werden; aber ich werdeDank verdienen. Und die Vorstellung, Dank zu verdienen,muß eben so angenehm seyn, als die Vorstellung bewundert zuwerden: oder wir hatten keine Grammatiker, keine Littcratorcs.

Mit mchrerm Wortgcprängc will ich dieses Leben meinesDichters nicht einführen. Wenn ein Kenner davon urtheilet,Zöarncs würde es gelehrter, Zda^le würde es angenehmergeschrieben haben:" so hat mich der Kenner gelobt.

Leben des Sophokles .

Vor allen Dingen muß ich von meinen Quellen Rechen-schaft geben (^). Diesen zufolge war Sophokles von Geburtein Achenienscr, und zwar ein Roloniare <Z). Sein Vaterhieß Sophilus (L). Nach der gemeinsten und wahrscheinlich-em Meinung, ward er in dem zweien Zahre der ein undsiebzigsten Olympias gebohren (0).

Er genoß eine sehr gute Erziehung. Die Tanzkunst unddie Musik lernte er bey dem K.amprus, und brachte es indieser letztem, wie auch im Ringen so weit, daß er in beidenden Preis erhielt (k). Er war kaum sechzehn Zahr alt, alser mit der Lcycr um die Tropäcn, welche die Athenicnscr nachdem Salaminischcn Siege errichteten, tanzte, und den Lobgc-sang anstimmte. Und das zwar, nach einigen, nacket undgesalbt; nach andern aber, bekleidet In der tragischenDichtkunst soll Aeschflus sein Lehrer gewesen seyn; ein Um- stand, an welchem ich aus verschiedenen Gründen zweifle so).Ist er unterdessen wahr, so hat schwerlich ein Schüler dasUcbertricbcne seines Meisters, woraus die Nachahmung immeram ersten fällt, besser eingesehen und glücklicher vermiede»,als Sophokles . Ich sage dieses mehr nach der Vcrgleichungihrer Stücke, als nach einer Stelle des Plurarchs (u).