Druckschrift 
6 (1839)
Entstehung
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290
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Sophokles .

Dl, r^ui in vieinis conisiili» Iiauilnn^ »Aileoliw

Iluiie <!«^>iolliem ^'»loninn nietüniwr lilii

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('omminiL I>.iI)e»I, ao (olvninlao vocanlui'.IZquostro», ^»Iliinim ,,reel>»t»r praesiilc-m vsl>, würde ohnge-fchr hcisscn: sie verehre» diese» Rolonos als ihre» Schlitzgott.Welch ei» Sin»! Ich würde durch das bloße ^rout-'n,

a»fs böchste durch ^lori-iii gebe»; u»d u;>xi)'»^'wenigstens durchxviioi'is -»letorv», ausdriickcn. Denn weiter will Sophokles auch nichts sage», als daß die Landlcntc da herum sich desRolonos als ihres Staniniorts rühmen, und den Name» derRoloniatei» von ibm führe».

Wodurch aber dieser Rolonos besonders merkwürdig gewor-den, das wäre» die letzte» Schicksale des GcSipus. Hier liessich dieser »»glückliche Mann nieder, als ihn seine grausamenSöhne ans seinem Reiche trieben; hier starb er. Sophokles hat diesen wunderbare» Tod zu dem Inhalte eines Trauerspielsgemacht, ^o?'oi> ?r«?^>l<sl «^X.« x«t ^ui

-5^1^. sagt der Scholiast. Und i» der That hat schwer-lich ein Dichter seine» Geburtsort glücklicher verewiget, als Er.Was ich sonst noch davon zu sagen hätte, vcrsparc ich, bis ichauf das Stück selbst komme, das zum Glücke eines von denübrig gebliebenen ist.

So ausscr allen Zweifel es nun schon, durch diese Zeug-nisse und Umstände, gesetzt zu seyn scheinet, daß Sophokles von Geburt ein Achenicnscr und zwar ein Roloniate gewesen:so findet man doch eines Alten crwehnct, welcher anderer Mei-nung seyn wollen. Il?cr nehmlich, wie der ungenannte Bio-graph anführet, hat vorgegeben, Sophokles sey kein Achenien-scr, sondern ein Phliasicr. Aber da Istcr der einzige ist, derdieses gesagt hat, warum soll man sich von ihm irre machen las-sen? Und so urtheilet der ungenannte Biograph selbst:

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«ci'tov eci>«t' ?r^i> ^-«ji 'l^j>o^ ?r«^>' /i'kjiui 70^5'

ri^'elv.

XNeursius hat, bey Gelegenheit dieser Stelle des Biographs,einen Fehler begangen. Zn seinen Anmerkungen nehmlich über