L a o k o o n.-
oder
über die Grenzen der Mahlerey und Poesie.
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I l^o^. 507. xar« II. ^ x«r«
Mit beyläufigen Erläuterungen verschiedener Punkteder alten Kunstgeschichte.
Erster Theil.
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Vorrede-
Der crstc, welcher die Mahlerey und Poesie mit einanderverglich, war ein Mann von feinem Gefühle, der von beydenKünsten eine ähnliche Wirkung auf sich verspürte. Beyde, em-pfand er, stellen uns abwesende DMge als gegenwärtig, denSchein als Wirklichkeit vor; beyde täuschen, und beyder Täu-schung gefällt.
Ein zweyter suchte in das Znncrc dieses Gefallens einzudrin-gen, und entdeckte, daß es bey beyden aus einerley Quelle flicsse.Die Schönheit, deren Begriff wir zuerst von körperlichen Gcgcn-
°) Die Handschrift nach der die Ausgabt von 1766 gedruckt ist und ei»vollständiges Correciur-Ercmplar derselben hat Herr B. Fricdländcr dem Her-ausgeber zur Benutzung freundlichst mitgetheilt. Es schien indessen nicht rath-sam die verworfenen Lesarten anzugeben, sondern es sind nur einige Druckfeh-ler verbessert worden. Die spateren Ausgabe» solle» aus rinem Exemplargedruckt sein, in welchem „der Verfasser einige wenige Stellen geändert hatte":es fand sich aber das! in diesen Ausgaben die Verbesserungen auf de» Car-tons der ersten ganz oder zum Theil vernachlässigt worden sind.