Druckschrift 
6 (1839)
Entstehung
Seite
409
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Uebcr die Grenzen der Mahlerey und Pecfic, 40!)

^ oder nicht bewiesen, daß die Bildhauer dem Virgil nachgearbei-tet haben; ich will es bloß annehmen, nm zu sehen, wie sieihm sodann nachgearbeitet hätten. Ueber das Geschrey habe ichmich schon erklärt. Vielleicht, daß mich die weitere Vcrglcichungauf nicht weniger unterrichtende Bemerkungen leitet.

Der Einfall, den Vater mit seinen beyden Söhnen durchdie mördrischc» Schlangen in einen Knoten zu schürzen, ist ohn-strcitig ein sehr glücklicher Einfall, der von einer nngcineinmahlerischen Phantasie zeiget. Wem gehört er? Dem Dichter,oder den Künstlern? Montfaucon will ihn bey dem Dichternicht finden, s Aber ich meine, Montfaucon hat den Dichternicht aufmerksam genug gelesen. illi »Ainiiio certo

I^iwcoonta notunt, <^ in'iinuin i>.ii'va dum-iNii

Loi'swl'a iintoi'urn loi^eiiü !Mij>Ioxu8 ut<!i^»c:

luijilicitt, <!>I'eios inui^i lleputvitui' üitus.

I'nl'l ij>t'um, -»ixilio sulieuiltem >^ tolu torviitLin

<üo!'riuliint, l^ilris^iiv lignnt iugeiltiliusDer Dichter hat die Schlangen von einer wunderbaren Längegeschildert. Sie haben die Knaben nmstrickt, und da der Va-ter ihnen zu Hülfe kömmt, crgrciffen sie auch ihn. (eorrifliunl)Nach ihrer Grösse konnten sie sich nicht auf einmal von denKnaben loswinden; es mußte also einen Augenblick geben, dasie den Vater mit ihren Köpfen und Vorderthcilcn schon ange-fallen hatten, und mit ihren Hintcrthcilcn die Knaben nochverschlungen hielten. Dieser Augenblick ist in der Fortschrcitungdes poetischen Gemähldes nothwendig; der Dichter läßt ihn satt-sam empfinden; nur ihn auszumahlen, dazu war itzt die Zeitnicht. Daß ihn die alten Ausleger auch wirklich empfundenhaben, scheinet eine Stelle des Donatus^ zu bezeigen. Wie

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