lieber die Grenzen der Mahlerey und Poesie.
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Doch ich enthalte mich, dergleichen Kleinigkeiten ans einenHaufen zu tragen. Tadelsucht könnte es zwar nicht scheinen;
rlSllMm» kuit Krszcia, slllus in lolo lerrsruin orlie polenIiMm.i; ila Ismenui »nie morlem o^jus »nnis tvre LXI.V Svplwclei« poelit in laliul» 'krinlo-leino krumonlum IlsUcum snts cuncl» l»u>liiverU, i»> veruuiu Ir»n»IsI»sententis:
Lt forluniUilin Ilsliiim kruinenlo c»»ere lisnäi«!».Nun ist zwar hier nicht ausdrücklich vo» dcni ersten Trancrspiclc des Sopho-kles die Rede; allein es stimmt die Epoche desselben, welche Plutarch undder Scholiast und die Armidelschcn Denkmähler einstimmig in die sieben undsiebzigste Olymplas setzen, mit der Zeit, in welche Plinius den Triptolcmussetzet, so genau übcrein, daß man nicht wohl anders als diesen Triptolcmusselbst für das crste Trauerspiel des Sophokles erkennen kann. Die Berech-nung ist gleich geschehen. Alexander starb in der hundert und vierzehntenOlympias; hundert und fünf nnd vierzig Zahr betragen sechs und drcyssigOlympiaden und ein Zahr, und diese Summe von jener abgerechnet, giebtsieben und siebzig. Zn die sieben nnd siebzigste Olympias fällt also der Tripto-lemus des Sophokles, und da In eben diese Olympias, und zwar, wie ichbeweise, in das letzte Zahr derselben, auch das erste Trauerspiel desselben fällt:so ist der Schluß ganz natürlich, daß beyde Trauerspiele eines sind. Zchzeige zugleich eben daselbst, daß Petit die ganze Hclfte des Kapitels seinerlUilceiiaiieorum (xvin. Üb. in. eben dasselbe, welchcs Hcrr Winkelmann an-führt) sich hätte ersparen können. Es ist unnothig in der Stelle des Plu-tarchs, die er daselbst verbessern will, den Archon Aphepsion, in Dcmotion,oder c^k-chio? zu verwandeln. Er Härte aus dem dritten Zahr der 77tcnOlympias nur in das vierte derselben gehe» dürfen, und er würde gefundenhaben, daß der Archon dieses Zahrcs von den alten Schriftstellern eben sooft, wo nicht noch öftrer, Aphepsion, als Phädon gencnnct wird. Phädonnennet ihn Diodorus Siculus , Divnysius Halicarnasseus und der Ungenanntein seinem Verzeichnisse der Olympiaden. Aphepsion hingegen nennen ihn dieArundelschcn Marmor, Apollodorus, und der diesen anfuhrt, Diogenes LacrtiuS.Plutarchus aber nennet ihn auf beyde Weise; im Leben des ThcscuS Phädon,und in dem Leben des Cimons, Aphepsion. Es ist also wahrscheinlich, wiePalmerius vermuthet, ^nnenNonew <5 ?dg?Sonem ^rcnonlss kuille evonx-was; seilieet NNO in magMrÄM inonuo, Illkleows kult »Her. (Lxercil.x. 462.) — Vom Sophokles, erinnere ich »och gelegentlich, hatte Hcrr Win-kelman» auch schon in sciner ersten Schrift von der Nachahmung der grie-chischen Kunstwerke (S. 8.) eine Unrichtigkeit einfliesscn lassen. „Die schön-„sten jungen Leute, tanzten unbekleidet auf dem Theater und Sophokles , der„grosse Sophokles, war der erste, der in sciner Jugend dieses Schauspiel„seinen Bürger» gab." Auf dem Theater hat Sophokles nie nackend gctanzt;sondern um die Tropäcn nach dem Salamintschen Siege, und auch nurLesiings Werke >i. Z5