Zweyter Band.
sowohl als die andern, und selbst die Personen der Cpopccnicht abgeschlossen, alle Personen der poetischen Nachahmungohne Unterschied, sollen sprechen und handeln, nicht wie cS ih-nen einzig und allein zukommen könnte, sondern so wie ein je-der von ihrer Beschaffenheit in den nehmlichen Umstanden spre-chen oder handeln würde nnd müßte. In diesem x«5->ko^>,in dieser Allgemeinheit liegt allein der Grund, warum die Poe-sie philosophischer und folglich lehrreicher ist, als die Geschichte;nnd wenn es wahr ist, daß derjenige komische Dichter, wclcbcrseinen Personen so eigene Phosiognomicn geben wollte, daß ih-nen nur ein einziges Individuum in der Welt ahnlich wäre,die Komödie, wie Diderot sagt, wiederum in ihre Kindheitzurücksetzen nnd in Satyrc verkehren würde: so ist cS auch ebenso wahr, daß derjenige tragiscbc Dichter, welcher nur den undden Menschen, nur den Cäsar, nur den Cato, nach allen denEigenthümlichkeiten, die wir von ihnen wissen, vorstellen wollte,ohne zugleich zu zeigen, wie alle diese Eigenthümlichkeiten mitdem Charakter des Cäsar und Cato zusammen gehangen, derihnen mit mchrcrn kann gemein seyn, daß, sage ich, dieser dieTragödie entkräften nnd zur Geschichte erniedrigen würde.
Aber Aristoteles sagt anch, daß die Poesie ans dieses All-gemeine der Personen mit den Namen, die sie ihnen ertheile,ziele, (o^5 ?ox,«^7-«t ^ ?rocr>o-l? ova^u?« ezrt-'tZ'x^xvrj;) wel-ches sich besonders bey der Komödie deutlich gezeigt habe.Und dieses ist es, was die Ausleger dem Aristoteles nach zusagen sich begnügt, im geringsten aber nicht erläutert haben.Wohl aber haben verschiedene sich so darüber ausgedrückt, daßman klar sieht, sie müssen entweder nichts, oder etwas ganzfalsches dabey gedacht haben. Die Frage ist: wie sieht die Poe-sie, wenn sie ihren Personen Namen ertheilt, ans das Allge-meine dieser Personen? und wie ist diese ihre Rücksicht auf dasAllgemeine der Person, besonders bey der Komödie, schon längstsichtbar gewesen?
Die Worte: r?c cse x«^u)vci^, 7°lt> ?rot(0 7« 7rot'cx?5«
cr^^jolt^'Lt Xx^stV, r> Tr^oc^kl^- x«?« ?u ktxoc, ?c> -xv«^--x«col'> 0^1 ^»xa^rat lj nötigt«; »uo^c«?« xirt?t^«^ei^rz, über-setzt Dacier; nnv cliose goneralo, c'est co <juo tout Immmv «I »n