Druckschrift 
5 (1839)
Entstehung
Seite
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Aus der Berlinischen Zeitung vom Z. 1766.

pcrs und ihre Folge auf einander, gar wohl aus seiner blossen Struc-tur nach den Gesetzen der Bewegung entstehen könnten; und endlichlehret er, daß die Ordnung und Verknüpfung der Begriffe mit derOrdnung und Verknüpfung der Dinge einerley sey, oder, welches aufeines herauskömmt, daß alles in der Seele eben so auf einander folge,als es in dem Zusammenhange der Dinge auf einander folgt. Wasfehlt diesen Sätzen, die vorherbestimmte Harmonie zu seyn, mehr alsder Name? DaS zweyte Gespräch macht Anfangs einige Anmerkun-gen über den jetzigen Verfall der Metaphysik, über das Verdienst derDeutschen um dieselbe, und über das Schicksal des Spinosa, welcherbestimmt war, den Ucbergang von der Cartesianischen bis zur Lcibnizi-schen Wcltweisheit, mit seinem Schaden zu erleichtern. Hierauf wirdein sehr kühner, aber wie es uns scheint, auch sehr glücklicher Gedankevorgetragen, welcher den Gesichtspunkt betrift, aus welchem man Spi-nosens Lehrgebäude betrachten muß, wenn es mit der Vernunft undReligion bestehen solle. Der Verfasser meint nehmlich, man müsse esalsdann nicht auf die ausser uns sichtbare, sondern auf diejenige Weltanwenden, welche, mit Leibmzen zu reden, vor dem Nathschlusse Got-tes, als ein möglicher Zusammenhang verschiedner Dinge in dem gött-lichen Verstände eristirt hat. Das dritte Gespräch enthält Zweifelwider die Lcibnizische Auflösung der Schwierigkeit, warum Gott dieWelt nicht eher erschaffen habe, und wider die Lehre von der bestenWelt. Wir wollen es dem Leser überlassen, sie in der Schrift selbstnachzusehen, und hier nur anmerken, daß sie aus der Leibnizischc»Wcltweisheit selbst genommen sind, dergleichen wider dieselbe nur sehrselten gemacht werden. Das vierte Gespräch endlich gehet größtenTheils wider den Herrn von premontval; es untersucht einen Gedan-ken, durch welchen dieser Weltweise von sich selbst auf den Satz desnicht zu Unterscheidenden gekommen zu seyn versichert; es rettet dieLcibniziancr wegen des ihnen von eben demselben aufgedrungenen Ohn-gcfehrs, nach welchem ihr Gott zu wirken gcnöthiget seyn soll; undbestärkt den Unterscheid zwischen nothwendigen und zufällige» Wahr-heiten, welchen gleichfalls der Herr von premontval, in dem An-hange zu seinen Gedanken über die Freyheit, gänzlich aufheben wollen.

--Mehr wollen wir von einigen Bogen nicht sagen, welche Lieb-

Haber der höhcrn Weltweisheit schwerlich werden ungclesen lassen. Ko-stet in den Voßischcn Buchläde» hier und in Potsdam 6 Er.