Z2 Aus der Berlinischen Zeitung vom I. 1756.
tion bctrift, auseinander. Hierauf zeigt er die Epochen, die merk-würdigsten Umstände ihrer ersten Einrichtung, die Ordnung ihrer Dy-nastien, und macht die berühmtesten Fürsten derselben bekannt. Erbemerkt ferner mit ziemlicher Genauigkeit die Lage, die Grösse, dieGrenzen jedes Reichs, die vornehmsten Städte derselben, die größtenMerkwürdigkeiten und die Denkmale der Kunst, nebst dem, was dieNatur besondeis darum hervorbringt. Endlich lehrt er das Genie je-des Volks, seine Rcgieruugsform, seinen Gottesdienst, seine Sittennnd Gebräuche kennen. Nach dieser Einrichtung findet man in diesemersten Theile die Geschichte der Chinescr abgehandelt, eines Volks, wel-ches unter allen in neuern Zeiten bekannt gcwordnen Völkern ohneZweifel die meiste Aufmerksamkeit verdienet. Die deutsche Uebersctzuughat den Herrn Zachariä in Braunschweig zum Verfasser, welcher schonin eignen Werken gezeigt hat, daß er weit mehr als Ucbcrsctzen kön-nen. Es wäre überhaupt ein Glück, wenn alle diejenigen das Ueber-sctzcn wollten bleiben lassen, welche nichts als llebcrsctzen können, undwenn sich nur solche Gelehrte von Zeit zu Zeit damit beschäftigen woll-ten, denen man den Vorwnrf nicht machen kann, daß sie nichts bes-sers anzusaugen wüßten. Der Anmerkungen, welche Herr Zachariähinzugethan, sind zwar wenige; man wird sie aber allezeit an demrechten Lrtc angebracht finden: eine Gelchicklichkcit, welche die wenig-sten unserer Rotenschrcibcr besitzen. Kostet in den Vossischen Buchlädenhier und in Potsdam 42 Er.
(17. May ) Das Leben des Herrn von Haller, von ZV- Jo-hann Georg Zimmermann, Stadtphysicus in Brugg. Zürich bey Heidegger und Compagnie 1755. In 8vo. 1 Alphb. 7 Bo-gen. Der Herr von Haller gehört unter die glücklichen Gelehrten,welche schon bey ihrem Lebe» eines ausgebreitetem Ruhms gemessen,als nur wenige erst nach ihrem Tode thcilhaft werden. Dieses Vor-zugs hat er sich unwidcrsprcchlich durch überwiegende Verdienste würdiggemacht, die ihn auch noch bey der spätesten Nachwelt eben so großerhalten werden, als er jetzt in niiparthcyischcn Augen scheinen muß.Sein Leben beschreiben heißt nicht, einen blossen Dichter, oder einenblossen Zcrglicdrer, oder einen blossen Kräutcrkuudigen, sondern eine»Mann zum Muster aufstellen,— — — — — ^vlwto Mucki^outains a n'oilcl, -mck jeeui8 ior all rtung8 l'ram'll.