Druckschrift 
5 (1839)
Entstehung
Seite
89
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Die Idyllen Theokrits , Moschus und Wiens.

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^.e ?o <^o^.i.«D. i. V daß meine Mutter mich nicht mit Riefern undFloßfedern gebahr, damit ich in das Vvasser zu dir herabkönnte, und wenigstens deine Hand küßte, rvenn du denMund mir weigerst. Dieß ist der Verstand; und der Ucbcr-sctzer, der ein Dichter seyn wollte, müßte die Worte noch weitsorgfältiger wählen, und zierlicher setzen. Thut das Herr S.bk?

Ach, keine schnppichte Mutter,

Weh mir, gebahr mich wie rudernde Fische, herunter zu schwimmen,

Und dir die Hände zu küssen, wenn du die Lippen nicht reichtest.Was soll die schuppichte Mutter? Was würde es helfen, wennsie ihn auch so gcbohrcn hätte, wie Fische gcbährcn? Dochwir wollen uns nicht mehr bey Stellen aufhalten, die nurschlecht übersetzt sind; wir können die nicht einmal alle bemer-ken, die falsch übersetzt sind. Darunter gehöret die 7Zste Zeile.

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Aber, will der Cyklope sagen, warum verliere ich meine Zeitbey der spröden Galatce? Warum verfolge ich die einzige, diemich flicht, da mir so viel andere Mägdchcn lächeln? Und die-ses drückt er durch ein Schäfcrsprichwort aus: melke, Sie vordir steht, rvas verfolgest du den fliehenden? Der Scholiasterklärt es «^«n^o-o-v cp^i. Aber wo ist diese feine An-spielung, wo ist dieser Sinn in -L.dk. Uebcrsetzung?Melke dieß Schaf! Was eilst du nach dich fliehenden Schatten!XII. Idyll. Was mag wohl, o satnrnischer Vater, hei-ßen? Vielleicht ein Vater, der wie Saturnus seine Kinderfrißt? Vielleicht ein Vater, dessen Güter die Söhne bey seinenLebzeiten unter sich theilen? Nichts weniger als das. Dersinnreiche Herr Ä.bk. übersetzt Z. 17 ^-x?-? kpov^, (cv 2x^>5--vot7-o I^L 7-01^ R.5>c>vo^i) durch saturnischer Vater. Daßdie 13 und 14 Zeile falsch übersetzt ist, wollen wir nicht ein-mal berühren; denn Herr L.bk- könnte uns einwenden, derwahre Sinn sey im Deutschen gar nicht auszudrücken. -Heinstushat ihn wenigstens im Lateinischen ausgedrückt: