Druckschrift 
5 (1839)
Entstehung
Seite
97
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Tie Idyllen Theokrits , Moschus und Bions.

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Schiffe, eine magncsische Schlacht, und ziehet beyde Zeile» indiese eine:

Wie zur magncsischcn Schlacht die Helden Casior hervor rief. Und wie falsch ist noch die achte, die hundert und neunund siebzigste, lind die zweyhundcrt und achtzehnte Zeile diesesIdylls übersetzt!

XXIII. Idyll. Da Herr S.bk. hier einmal aus dem Kna-ben ein Mädchen gemacht; so sollte es auch in der 6tcn Zeilenicht heißen, er lermt, sondern sie lermt. Aber wie elend istdieses lärmt! Zn der ILten Zeile sagt er abermals gleichdas Gegentheil von dem, was Theokrir sagt:

^.oiv'^tov ov^x. ^vrtXL cr^i^cpopcx TN? x,i^xz>xcoc^.

Wir wollen uns jetzt dabei nicht aufhalten, was die Kunstrichtcrwegen des Worts 0-^^09« erinnern; denn so viel ist gewiß,Herr -L.dk. hat nichts davon gewußt, sondern ist den lateinischenUcbcrsctzcrn gefolgt, welche anstatt o-^cpop«, <5«x?^« lesen,und die ganze Zeile durch tanclom non continuit lacrvmas Vvnorlsgeben. Aber heißt dieses aus deutsch:

Endlich weint er nicht mehr die Thränen der Venus?Auch die gleich darauf folgenden Worte x^-^v «x^o-tx,hätten ihm seinen Irrthum zeigen können.

XXIV. Idyll. Die Fabel von der Geburt des Herkules undZphiklcs muß dem Herrn -L.dk. ganz unbekannt seyn. Wenner von diesem Beyspiele der Superlotkttioi,, wie es Bayle nennt,jemals das geringste gehört hätte, so würde er, gleich die er-sten Zeilen:

Hp«x^e« lsxxoc^^vov eov5« ?rox,' ^ ktt,6x«7't^

x«l vi.'XT't i.'xuiT'k^oi' IcptxX^«^^c>?xpo^>,' ^oi.'t/oeo'«

schwerlich so übersetzt haben:Kaum war Herkul zehn Monat gcbohren, so wusch ihn Alkmenc,Mit dem jungen Bruder JvhiklcS nächtlich im Flusse :c.

T>x(t>?-xpov gehört hier zusammen, und ist als ein Bey-wort des Zphiklcs anzusehen, den der Dichter um eine Nachtjünger, als den Herkules macht. Daß uvxT--, hier nicht nächt-lich heißen könne, erhellt auch weiter aus dem vorhergehenden?rox,' snDx«) und dem x«t. Doch wer wird das läugncn wol-

üeslmgs Werke v, 7