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5 (1839)
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100 Ans der Bibliothek der schönen Wissenschaften.

)/«X,xt0V, u> ^^tx^tcrci-o^o't ?c> r^iovz d. i. ein Werkzeug der

Wcibcr, lim welches sie die Wolle winden, oder, mit welchemsie die Wolle drehen. Es könnte also sowohl ein Spinnrad,als die Spindel bedeuten.

XXIX. Idyll. Theokrit oder die Person, die in diesem Idyllspricht, klagt über die Flatterhaftigkeit seines Geliebten Z. 16. 17.

^I^v crei^ T'ci x«^c>v ^csuiv 5>6^o>; cxivxcr«t,ci' x^A-i^^ «X,xov ^ -r^tx?^-; x^ev^i^ cpi^ci?.

D. i. Vver nur Sein reizendes Gesicht einmal lobt, dem wirsidu sogleich ein mehr als dreijähriger Freund. Du halst, willer sagen, gleich jeden, der dir eine flüchtige Schmeichelei) sagt, sowerth, und noch werther, als einen, der drey Jahre dein Freundgewesen. Herr L>bk. aber sagt dafür:

Lobt nur jemand dein blühend Ecsicht, so liebst dn ihn länger

Als drey Jahr, der heißt denn dein Liebster.Der Dichter will nichts weniger als dieses sagen; er hält seinenGeliebten gar nicht für sähig, eine einzige Person länger alsdrey Zahr zu lieben. Es entschuldiget den Herrn Kbk. abernicht, daß auch andre Ausleger diese Stelle, mit ihm, ebenso falsch verstanden haben.

XXX. Idyll. Theokrit sagt nicht, Z. 0 daß der Schmer;den Liebesgöttern Flügel gegeben. Sie werden ja immermit Flügeln vorgestellt. Z. 20. 27.

Ich wollte nicht den Jüngling

Den schönen Jnnglüig stoßen.Hat man jemals gehört daß man von einem wilden Hauer sagt,er stößt? Daß Hr. -Lchk. in der letzten Zeile die Verbesse-rung des Aongepierre, aus welcher einzig ein schicklicher Ver-stand kömmt, nicht gewußt und gebraucht hat, dürfen wir ihmwohl für keinen Fehler anrechnen.

So weit wären wir nun, und so weit wollen wir unsauch gekommen zu seyn, begnügen. Es wären zwar noch dieSinnschriftcn des Theokrits und die Idyllen des Dion lindMoschus übrig; aber sollte Herr -S.bk. wohl, erst gegen dasEnde, seiner Arbeit gcwachsncr und sorgfältiger geworden seyn?Es ist nicht zu vermuthen, und wir werden also ohne Gefahr