Druckschrift 
5 (1839)
Entstehung
Seite
213
Einzelbild herunterladen
 

Achtes Buch.

213

(49) Ergetzlichkcit,

Ey wie Schad ists um die Zeit, die mit Reime» ich verspiele!Ucblcr aber reimte sichs, wenn mit Nichsthun sie verfiele.Eine Ruh für Leib und Sinn läßt man einem jeden zu.Jeder ruhe, wie er will; ich beruh in dieser Ruh.

(60) Die lateinische Sprache.

Latein hat keinen Sitz noch Land, wie andre Zungen.Ihm ist die Bürgerschaft durch alle Welt gelungen.

(ZI) Loh» und Strafe.

Besser, Gutes nicht belohnen,Als des Bösen wo verschonen.

(62) Lob und Schande.

Wen nicht zum Guten zeucht das Preise»,Treibt nicht Vom Bösen das Verweisen.

(63) Auf den trunkenen Veit.

Man warf den Beit die Trepp hinab: Veit schickte sich darein,Sprach: Hätt es nicht ein Mensch gethan, so hälts gethan der Wein.

(64) Beute aus dem deutschen Kriege.

Was gab der deutsche Krieg für Beute?Viel Grafen, Herren, Edelleute.Das deutsche Blut ist edler wordenDurch den geschwächten Bauerorden.

(66) Ein Fürstenrath.

Wer ist, der seinen Rath dem Herren redlich giebt?

Der^ den sein Fürst? Nein der, der seinen Fürsten liebl,

(ZK) Worte.

Man giebt den Weibern Schuld, daß ihre Worte leichter,Als leichte Blätter sind: daß ihre Sinnen seichter,Als Ncgcnbäche sind. O Männer könncns auch!Bici Worte, wenig Herz ist ihr gemeiner Brauch.